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Full text of "Deutsche Gespräche mit phonetischer Einleitung und Umschrift"

Deutsche fiespräche 



Mit phonetischer Einleitung 
und Umschrift 



von 



Ernst A. Meyer, 

Dr, phil., Lektor der deutschen Sprache an der 
Handelshochschule in Stockholm. 



Dritte Auflage. 




Leipzig. 



O. R. R e i s I a n d. 

1917. 



Mg.VX.E)<:^ 



Deutsche Gespräche 



Mit phonetischer Einleitung 
und Umschrift 



von 



Ernst A. Meyer, 

Dr. phil., Lektor der deutschen Sprache an der 
Handelshochschule in Stockholm. 



Dritte Auflage. 




Leipzig. 
O. R. R e i s I a n d. 



1917. 




Alle Rechte vorbehalten. 

Printed in GermanJ 



Vorwort. 

Dieses Büchlein soll ungefähr für das 
Deutsche bieten, was bereits für das Fran- 
zösische und Englische durch Frankes Phrases 
de tous les jours und Jespersen-Trues Spoken 
English nebst ihren Ergänzungsheften geboten 
worden ist. Der in diesen Ergänzungsbüchern 
gegebene Text wurde einer sorgfältigen Be- 
arbeitung unterzogen. Die Abweichungen sind 
indessen nicht so groß, daß sie die Benutzung 
von Phrases de tous les jours und Spoken 
English als französischem bzw. englischem 
Schlüssel zu den deutschen Gesprächen un- 
möglich machten. Für viele der Anmerkungen, 
die auf Eigentümlichkeiten des deutschen 
Sprachgebrauchs oder andere Verhältnisse hin- 
weisen , haben mir diejenigen Frankes und 
Jespers3ns in ihren Ergänzungsheften direkte 
oder indirekte Anregung gegeben. 

Daß ein dem vorliegenden ähnliches Buch 
bisher noch nicht erschienen ist, hat wohl zum 
Teil darin seinen Grund, daß man in der 
Frage einer allgemeingültigen und im be- 
sonderen dem Ausländer zu empfehlenden Aus- 
sprache des Deutschen noch nicht zu derselben 
Einigung gelangt ist, wie sie für das Fran- 
zösische und Englische in der Praxis besteht. 



— IV — 

Die Entschiedenheit, womit ich mich auf den 
Standpunkt der norddeutschen Umgangssprache 
gestellt habe , wird hoffentlich die Billigung 
der Sachkundigen finden. 

Uppsala, im Februar 1906. 

E. A. M. 

Vorwort zur dritten Auflage. 

Die Veränderungen der vorliegenden neuen 
Auflage gegenüber der zweiten beschränken 
sich auf die Berichtigung von Druckfehlern und 
die Ausmerzung einiger nicht mehr zeitgemäßen 
Ausdrücke. 

In letzter Zeit ist bei Aussprachetheoretikern 
in Deutschland immer entschiedener die Neigung 
hervorgetreten, im Interesse der nationalen 
Einigung auch auf sprachlichem Gebiet als 
Aussprachenorm — womöglich für alle Stilarten 
des Sprechens — die Bühnenaussprache hin- 
zustellen. Daß ich dieser Kunstaussprache in 
der neuen Auflage dieses Büchleins keine 
weiteren Konzessionen als in der ersten gemacht 
habe, bedarf keiner besonderen Rechtfertigung. 
Es handelte sich für mich darum, nicht eine 
von Theoretikern in noch so billigenswerter 
Absicht angestrebte Aussprache, sondern 
die Aussprache darzustellen, wie sie heute noch 
tatsächlich bei der Mehrheit der Gebildeten 
in dem führenden Teile Deutschlands im täg- 
lichen Leben üblich ist. 

Stockholm, im Januar 1917. 

L Ä. M. 



Einleitung. 



Meyer, Deutsche Gespräche. 



Die Aussprache des Deutschen. 

Die deutsche Sprache ist, wie die Sprache 
jedes gröfseren Volkes, in eine Menge von Mund- 
arten gespalten. Die Verschiedenheit der Sprach- 
formen, die durch die Sonderentwicklung der 
Mundarten zustande gekommen, ist so grofs, 
dafs Angehörige weiter voneinander abliegender 
Teile des Sprachgebiets, z. B. ein Nieder- 
deutscher (Norddeutscher) imd ein Hoch- 
deutscher (Süddeutscher), sich bei Anwendung 
ihrer heimatlichen Mundart gegenseitig nicht 
verständigen können. Das Bedüiinis nach einer 
solchen Verständigiuig führte frülizeitig zu einer 
über den Mundarten stehenden gemeinsamen 
Sprache, der sogenannten neuhochdeutschen 
Schriftsprache. Ihr Gebrauch war, wie 
der Name besagt, zunächst auf den schriftUchen 
Verkehr der Gebildeten beschränkt. Erst mit 
der Zunahme des mündHchen Verkehrs zwischen 
Angehörigen verschiedener Mundartgebiete 
waren die Bedingungen für die Herausbildung 
einer über den mmid artlichen Aussprachen 
stehenden einheitlichen Aussprache ge- 

1* 



— 4 — 

geben. Diese Bedingungen sind am günstigsten 
in Norddeutscliland vorhanden. Fast die Hälfte 
aller Deutschsprechenden ist hier zu einem ein- 
heitlichen Staate zusamm engefafst. Unter den 
Gebildeten, die in den gröfseren Städten aus 
weit entfernten Landesteilen zusammenströmen, 
vollzieht sich hier eine intensive Sprach- 
mischung, wie sie im Süden des deutschen 
Sprachgebiets mit seinem Reichtum an Einzel- 
staaten und seiner daher weniger beweglichen 
Bevölkerung nur langsam zustande kommen 
kann. Unter den Gebildeten sind es wiederum 
gewisse Berufsklassen, besonders die Staats- 
beamten und Lehrer, bei denen die Bedingungen 
für die Erwerbung einer „dialektfreien" Aus- 
sprache am günstigsten liegen: weniger als 
andere Berufsklassen sind sie an die heimat- 
liche Scholle gebunden, mehr als andere treten 
sie mit Angehörigen fremder Mundartgebiete 
in Berührung. 

Ein bestimmter Ort, wo die „dialektfreie" 
Aussprache des Deutschen zu Hause wäre, 
läfst sich nicht angeben. Der Berliner Spiefs- 
bürger spricht ebensowenig dialektfrei wie der 
Hamburger oder Leipziger oder Münchener 
Spiefsbürger. Nach den obigen Ausführungen 
kommt dem Ideal einer solchen dialektfreien 
Aussprache am nächsten die Aussprache 
der Gebildeten in den gröfseren nord- 
deutschen Städten. Diese Aussprache ist 



— 5 — 

daher aucli den phonetisclien Texten im folgenden 
zugrunde gelegt. 

Die Bühnenausspraclie deckt sich 
nicht mit der Aussprache der Gebildeten in 
Xorddeutschland. Sie hat sich unter besonderen 
Bedingungen entwickelt, wie sie für den Um- 
gang der Gebildeten untereinander nicht in 
Betracht kommen. Die Notwendigkeit, weithin 
deuthch vernehmbar zu sein, zwingt die 
Bühnenaussprache zur Vermeidung all der 
Lautschwächungen und im Anschlufs daran der 
Lautangleichungen und Lautausstofsungen, die 
die Umgangsaussprache auch der Gebildeten 
kennzeichnen. Die Bühnenaussprache gilt im 
übrigen nur für das ernste Drama höheren 
Stüs. Alltägliche Redensarten, wie sie die 
folgenden Texte bieten, würden, nach den 
Regeln der Bühnenaussprache ausgesprochen, 
in Norddeutschland wenigstens, unnatürlich und 
geziert klingen: 

Orthographie und Lautschrift. 

Das ui'sprüngliche Ziel der Buchstaben- 
schrift, die einzelnen Laute der gesprochenen 
Sprache in Zeichen wiederzugeben, wird durch 
die üblichen orthographischen Systeme im 
Deutschen, wie im Englischen, Französischen 
und anderen Sprachen, nur in sehr mangel- 
hafter AVeise erreicht. Dasselbe Zeichen dient 



— 6 — 

in der Orthographie zur Bezeichnung ver- 
schiedener Laute ; so bezeichnet das h in gab 
einen stimmlosen, in Gabe einen stimmhaften 
Lippenverschlufslaut, das ch in ich einen Vorder- 
gaumenlaut, in ach einen Hintergaumenlaut. 
Derselbe Laut wird durch verschiedene Zeichen 
wiedergegeben ; f und v in fiel und viel^ chs, cks 
und X in Lachs, Lachs und lax lauten völlig 
gleich. Ein einfacher Laut wird durch zwei 
oder mehr Buchstaben ausgedrückt; so durch 
n -\- g der einfache Hintergaumenlaut in lange, 
durch c + h der einfache Vordergaumenlaut in 
mich , durch s -{- c -{- h der einfache Vorder- 
zungenlaut in Äsche. Eine Mehrheit von Lauten 
wird wiederum durch einen einzigen Buchstaben 
wiedergegeben, man denke an ic in Axt, z in 
zu, usw. 

Die Mängel der üblichen Orthographien 
suchen die verschiedenen Systeme von Laut- 
schriften (phonetischen Umschrüten) zu ver- 
meiden. Sie befolgen den Grundsatz: für den 
gleichen Laut immer das gleiche Zeichen. Wir 
bedienen uns im folgenden der Lautschrift des 
Laternationalen Phonetischen Vereins , die in 
der Zeitschrift „Le Maitre Phonetique" und in 
vielen Lehrbüchern und wissenschaftlichen 
Werken bereits zur Anwendung kommt. Die 
Lautschrift verwendet zur Lautbezeichnung der 
Hauptsache nach lateinische Buchstaben und 
erteilt ihnen den Wert, den sie in der Mehr- 



— 7 — 



zahl der europäischen Sprachen besitzen. Die 
in unsem Texten verwendeten Lautzeichen sind 
in der folgenden Liste zusammengestellt •, rechts 
von den Lautzeichen sind Wörter aus dem 
Deutschen, wenn möglich auch aus dem Eng- 
lischen und Französischen (abgekürzt dt., 
engl. , fr.) , in gewöhnlicher Orthographie an- 
gegeben, in denen die dem betreffenden Laut 
entsprechenden Buchstaben durch Kursivdnick 
hervorgehoben sind. Von feineren Unter- 
schieden zwischen den deutschen, englischen 
und französischen Lauten ist in dieser Liste 
abgesehen. 



i 


dt. fiel 




fr. 


d^'re 


I 


„ w?ll 


engl, will 






e 


„ Beet 




n 


e'te' 


se 


,, Bär 




„ 


these 


3 


„ Bett 


„ set 


n 


dette 


a 


,, M«nn 




)) 


cönne 


Cl 


„ Mahl 


., pass 


n 


male 





, Gott 


„ god 


n 


cotte 





„ Kohl 




ri 


cöte 


u 


„ mwfs 


„ iput 






u 


., Stuhl 




!J 


doMze 


e 


„ können 




)) 


jei<ne 





„ möge 




)) 


blew 


Y 


„ M«tze 








y 


„ Tür 




n 


p?(r 





,, bereite 


considerable 


" 





— 8 



p 


dt. 


Post 


engl, ^jost 




b 


)) 


Peü 


„ &ee 


fr. ?>ord 


t 


» 


Tor 


„ ^ear 




d 


» 


Damm 


„ deal 


„ doB. 


k 


j) 


A-ahl 


„ call 




g 


)) 


ganz 


„ goat 


„ ^are 


9 


voviin geirrt 






f 


dt. 


FsiÜ 


„ fat 


. /in 


V 


j) 


TTein 


„ t'eal 


„ vin 


s 


;! 


Masse 


„ mass 


„ son 


z 


)! 


"Weise 


„ la^ 


„ 5;ele 


J 


;) 


Fisch 


„ fisÄ 


„ c/iamp 


3 


)j 


Genie 


„ measure 


„ penie 


9 


)) 


ich 






j 


n 


ia 


„ year 


„ bi??et 


X 


» 


ach 






g 


)) 


Laf/e 






h 


I! 


Saar 


n /^air 




1 


)! 


Mei?e 




„ aZ?er 


r 


/•) 


rot 




„ rouge 


j 


V 


Bier 






m 


!) 


Jfiit 


„ moon 


„ tnon 


n 


)) 


ohne 


„ neat 


„ non 


5 


J> 


lan^e 


„ sing 





Stimmlosigkeit wird durch unter oder über 
den Laut gesetztes „ oder °, z. B. [b, g] be- 
zeichnet, Stimm h aftigkeit durch ^ oder '' , z. B. 

[b, g]._ 

Die Länge eines Lautes wird durch nach- 



— 9 — 

gesetztes [:] ausgedrückt, Halblänge durcli [•]: 
Kürze bleibt imbezeichnet. z. B. ['Ie:z9bu"x]. 

Stärkeakzent wird durch. ['] (stark) und 
[,] (halbstark) bezeichnet, welche Zeichen vor 
den ersten Laut der stark bezw. halbstark be- 
tonten Silbe gesetzt werden, z. B. [ic ,raez8 
nax fts'tiin]. 

Lautschrift wird im folgenden stets in 
eckigen Klammem [] gegeben. 

Die Bildung der Laute. 

Je nachdem man die Laute aus dem einen 
oder andern Gesichtspunkte betrachtet, lassen 
sie sich einteilen in 

Offnungslaute, Engenlaute, Ver- 
schlufslaute. Bei den ÖSnungslauton 
[a, e, y, 9 usw.] ist der "Weg für den Atem 
nirgends so weit verengt, dafs er sich an den 
"Wänden reibt und zu einem deutlichen Ge- 
räusch Anlafs gibt. Bei den Engenl-u-n 
[f, V, s, z usw.] ist der Atemweg bis ziu' Bil- 
dung geringeren oder stärkeren Geräusches 
verengt, bei den Verschlufslauten [p, b, t, d usw.] 
für eine gewisse Zeit völlig versperrt. [1, m, n, ij] 
gehören einerseits zu den "Verschlufslauten, sie 
lassen sich aber anderseits auch als Ölfnimgs- 
laute betrachten , da der ausströmende Atem 
bei ihnen kein deutliches Geräusch erzeugt. 
Die Offnungslaute werden o-ewöhnlich als Yo- 



— 10 




Sehe matisc her Durchschnitt durch Nase, Muud und Kehlkopf 

in ihrer Stellung beim Atmen. 

a Nase, h harter Gaumen, c weicher Gaumen, d Mund, e Zunge. /Rachen. 

g Zungenbein, h Kehldeckel, i Stimmritze, h Stimmband. / Schildknorpel. 

m Kehlkopf, nn RiiiRknorpel. o Luftröhre, p Spoi<eröhre. 



— 11 — 

kale, die Verschluis- und Engenlaute als Kon- 
sonanten bezeichnet. 

Mundlaute, Mundnasenlaute. Bei 
den Mundlauten [a, f, p usw.] ist das Gaumen- 
segel in die Höhe gezogen, so dafs dem Atem 
nur der Weg durch die Mundhöhle freisteht; 
bei den Mundnasenlauten (Nasalen) [m, n, l)] ist 
das Gaumensegel gesenkt, so dafs der Atem 
durch die Nasenhöhlen seinen "Weg nimmt. 

Gespannte und ungespannte Laute. 
Bei den gespannten Lauten [e, u, 0, f, t usw.] 
sind die Muskeln der artikulierenden Organe 
kräftig zusammengezogen, bei den ungespannten 
Lauten [s, u, a, v, d usw.] weniger kräftig. 
Zugleich wird bei jenen der Atemstrom 
kräftiger aus den Lungen geprefst als bei 
diesen. 

Stimmhafte und stimmlose Laute. 
Bei den stimmhaften Lauten [a, i, z, b usw.] 
werden die aneinandergedrängten Stimmbänder 
durch den Atemstrom in Schwingungen ver- 
setzt, so dafs ein Stimmton entsteht. Bei den 
stimmlosen Lauten [s, p, b usw.] finden keine 
Schwingungen der Stimmbänder statt. Die 
Stimmbänder sind entweder weit auseinander- 
gestellt [s , c , p usw.] oder auch einander 
stark genähert [z , j , b usw.]. Laute können 
in einem Teil stimmlos, in einem andern 
stimmhaft sein. 



— 12 — 

A. Ö ffiiungslante. 

i u 

I y ü 

e Y 8 o 

SB 

£81 

a 

a 

Schema der deutschen Vokale nach der Zungenstellung. 

Bei der vorderen (palatalen) Reihe der 
ÖffrLimgslaute [a — e — i] bewegt sich, die Vorder- 
ziinge dem harten Gaumen entgegen, bei der 
hinteren (velaren, gutturalen) Reihe [a — o — u] 
die Hinterzmige dem Gaumensegel entgegen. 
Bei energischer Aussprache ist mit Yorder- 
zungenartümlation Zurückziehen (Spreizen) der 
Lippen, mit Hinterzungenartikulation Zu- 
sammenziehen und Vorstülpen (Rundimg) der 
Lippen verbunden. Die Lippenbewegimgen 
sind im Deutschen etwas schwächer als im 
Französischen, aber stärker als im Englischen. 
Die Öffnungslaute [e, 0, y, y] stellen eine Art 
Mischlaute dar, indem hier Vorderzungen- 
artikulation mit Lipjjenrundung verbunden ist. 
Die gespannten Öffnungslaute [a, se, e, i, 0, u, 
0, y] kommen in betonter Silbe nur lang, die 
ungespannten [a e, i, 0, u, 8, y, 8, 1] ebendort 
nur kurz vor. 

[i] in Lied, ihr, Igel usw. Vorderzunge 



- 13 — 

gespannt, hocli gegen den harten Gaumen er- 
hoben. Wie franz. , ital. , dän. [i]. Engländer 
haben diphthongisches [ri], Schweden ihi- [ij] 
zu vermeiden. 

[i] in litt, eivig usw. Zungenstellung wie bei 
[i] , nur wegen der geringeren Spannung des 
Zungenmuskels nicht ganz so hoch. Ungefähr 
wie schwed. i in titta. Die Zungenstellung ist 
ein wenig höher als beim engl, i in hid^ wesent- 
lich höher als beim dän. i in lidt, spüle. Fran- 
zosen haben ihr gespanntes i zu vermeiden. 

[e] in Bede, Mehl, See usw. Vorderzunge 
gespannt, in mittlerer Höhe gegen harten 
Gaumen. Ungefähr wie franz. e in ete, ital. 
e in vero^ schwed. e in leta. Dän. e in Jede, 
sele hat etwas höhere Zungenstellung, klingt 
mehr nach [i] hin. Engländer haben diphthon- 
gisches [ei], genauer [sei], wie in engl, late, pale 
zu vermeiden. 

[se] in Säle, Ähre usw. Vorderzunge ge- 
spannt, aber etwas niedriger als bei [e]. Wird 
in gepflegterer Aussprache in Norddeutschland 
für langes orthographisches ä gesprochen. 
Schweden haben ein allzu niedriges [se] vor [r] 
("wie in schwed. bära) zu vermeiden. 

[e] in Bett, fällt usw. Vorderzunge un- 
gespannt, noch etwas niedriger als bei [se]. 
Ungefähr wie e in engl, let, franz. sei, 
schwed. sex. 

[a] in tat, Bahn, Haar usw. Vorderzunga 



— 14 — 

flach im Munde, Hinterzimoe ein wenig nach 
oben gewölbt. Geringe Spannung. Klangfarbe 
etwas dunkler als beim ital. a oder gar dän. «, 
das beim Deutschsprechen leicht geziert klingt. 
Zu vermeiden auch das mit stärkerer Empor- 
wölbung der Hinterzunge gesprochene „tiefe" a 
(wie in schwed. had^ ras), das in Süddeutsch- 
land wohl auch bei Gebildeten gebräuchlich ist, 
in Norddeutschland aber vulgär klingt. 

[a] in Mann, Rachen usw. Zunge flach, 
ungespannt. Ungefähr wie in franz. canne^ 
schwed. sann. 

[o] in rot, Sohn, Moos usw. Hinterzunge 
höher gewölbt als bei [a] , gespannt. Lippen 
etwas gerundet. Ungefähr wie o in franz. cöte, 
gauche. Dan. o in sole, rose hat etwas höhere, 
schwed. ä in gas, mäne etwas tiefere Zungen- 
stellung als dt. [o]. Engländer haben diphthon- 
gisches [ou] (wie in engl, code, tone) zu ver- 
meiden. 

[o] in Gott, Sonne usw. Hinterzunge ge- 
ringer gespannt, daher auch nicht so hoch ge- 
wölbt wie bei [o]. Ebenso Lippenrundung ge- 
ringer. Ungefähr gleich dem o in norw. godt, 
norsk, schwed. rock, lott, franz. boc, etonne. 
Dän. 0, aa in stoh, aand, und noch mehr engl. 
in not. gone haben tiefere Zungenstellung als 
dt. [0]. ' 

[u] in Mut^ Uhr usw. Hinterzunge ge- 
spannt zum weichen Gaumen emporgewölbt. 



— 15 — 

höher als bei [o]. Lippen ki'äftig gerundet. 
Ungefähr gleich franz. ou in rougc, epouse, ital. 
u in hatüäo, scusi, dän. u in hus , ugle. Eng- 
länder haben diphthongisches [uu] (wie in 
loose, who) zu vermeiden, Schweden ihr mit 
hauptsächlich niu- vertikaler Lippenrundung 
gebildetes [u] (wie in ho, god). 

[u] in Kufs, Pfund usw. Hinterzunge 
weniger gespannt, daher weniger hoch empor- 
gewölbt als beim [u]. Ebenso Lippenrundung 
etwas weniger kräftig. Ungefähr gleich u in 
engl, push, foot. Franzosen haben gespanntes 
[u], wie in sou, route, zu vermeiden, Schweden 
ihren eigentümlichen M-Laut (wie in Jmnd, upp), 
bei dem nicht die Hinterzunge , sondern die 
Mittelzunge ein wenig emporgewölbt ist. 

[0] in Böte, Höhle usw. Vorderzunge un- 
gefähr in der Stellung für [se], Lippeurundung 
wie bei [o]. Ungefähr gleich eu in franz. creuze, 
neuire, ö in schwed. dö, böta. Schweden haben 
vor [r] allzu niedriges ö (wie in höra, hör) zu 
vermeiden. 

[e] in Götter, BöcJce usw. Vorderzunge 
weniger gespannt und daher niedriger als bei [0]. 
Ungefähi' gleich ö in schwed. fötter, lönn. 

[y] in übel, MiJm usw. Vorderzunge un- 
gefähr in [e]-Stellung, Lippeni'undung wie bei 
[u]. Der entsprechende Laut in franz. ruse, 
juge, dän. yde. hyle hat anscheinend etwas höhere 
Zungenstelkmg als dt. [y]. Schweden haben 



— 16 — 

aiif die stärkere Lippenverengung und Lippen- 
vorstülpung, auch die geringere Zungenerliebung 
beim dt. [y] gegenüber ikrem schwed. y in 
hyta^ lysa acht zu geben. 

[y] in Hütte, Fülle usw. Spannung und 
daher auch Erhebung der Zunge und Lippen- 
rundung geringer als bei [y]. Franzosen haben 
gespanntes [y] statt [y]. Schweden wieder un- 
zureichende Lippenrundung zu vermeiden. 

[q]. Der unbetonte Offiaungslaut z. B. in 
Gäbe, Gesang. Geringe Hebung der Mittel- 
zunge. Ungefähr gleich dem unbetonten Vokal 
in engl, to-day [ta'dei], connect [ka'nskt], schwed. 
hetyg [be'tyig], dän. huse [hu'sa]. 

Über den Laut [i] siehe unten unter [r]. 

Die vier Verbindungen von Ölfnungslauten 
(Diphthonge) sind der norddeutschen Umgangs- 
sprache gemäfs am besten zu umschreiben: 
[ae] z. B. in Bein, Waise ([a] hier in Er- 
manglung eines Zeichens für den Laut 
zwischen [a] und [s]), [üo] z. B. in Hans, Jcaufen 
([a] in Ermanglung eines Zeichens für den 
Laut zwischen [a] und [o]), [oy] z. B. in Häuser, 
Leute, [ui] z. B. in pfui, hui. 

B. Verschlufs- und Engenlaute. 

Die gespannten Verschlufslaute [p. t, k] 
und Engenlaute [f, s, J, 9, x] sind zugleich 
stimmlos, d. h. die Stimmbänder stehen während 



der Dauer des Verschlusses oder der Enge 
weit auseinander. 

[p, t, k] sind im Anlaut betonter Silben 
aspiriert, d. h, der folgende Öffiiungslaut ist im 
Beginn stimmlos, so dafs nach Aufhebung 
des Verschlusses zunächst eine Art Hauchlaut 
(Ä-Laut) zu hören ist, z. B. das Päd- [das p^ak], 
sie tut [zi 'ti^uit] , beJcannt [ba'k^iant]. Auch 
[1, m, n, r] sind in solchem Fall zu Beginn 
stimmlos , z. B. Platte [pjata] , Knie [kni:], 
Traum [traom]. In den anlautenden Ver- 
bindungen [Jp, Jt, Jk, sp, st, sk], wie auch bei 
[p, t, k] im Inlaut, z. B. in SjoecJc [Jpsk], In- 
stinU ["Pm'stiijkt] , Seite [zaeta] , Su^ipe [zupa], 
ist die Aspiration der Verschlufslaute sehr 
schwach. Die nach den gespannten Engen- 
lauten in den entsprechenden Fällen auftretende 
Aspiration ist wegen des vorhergehenden 
starken Reibegeräusches nicht so deutlich ver- 
nehmbar. Die Aspiration ist im Norddeutschen 
bedeutend schwächer als im Dänischen, un- 
gefähr gleich stark wie im Schwedischen, etwas 
stärker als im Englischen. In den folgenden 
Texten wird die Aspii'ation nicht besonders 
bezeichnet. 

Die ungespannten Verschlufslaute [b, d, g] 
und Engenlaute [v, z, 5, j] sind im Nord- 
deutschen normalerweise nur dann völlig stimm- 
haft, wenn sie zwischen andern stimmhaften 
Lauten stehen, z. B. die Bank [di 'bagk], Ebbe 

Meyer, Deittsche Gespräche. 2 



— 18 — 

['Psba], lesafs [ba'zais], Loge ['10158], Nach stimm- 
losem Laut sind [b, d, g] meistens während 
der Yerschlufsdauer völlig stimmlos, doch ist 
die Stimmi'itze so weit verengt, dafs bei Lösung 
des Verschlusses sofort die Stimme einsetzen 
kann. Das Gleiche ist meist bei [z, 5, j] der 
Fall. Nur bei langsamem Sprechen stellt sich 
hier der Stimmton schon im letzten Teil der 
Engendauer ein. Also: das Bad [das 'bat], 
ich darf [9ic 'darf], Aufgang ['9aofgai)], das Seil 
[das 'zael] , ausjäten ['9aosJ8e*tn]. Das falsche 
Bemühen, hier die ungespannten Laute recht 
stimmhaft zu sprechen, führt erfahrungsgemäfs 
zu Fehlern wie [daz 'zalts] für [das 'zalts] das 
Salz, [9ob zi*] für [90p zi'] oh sie usw. [v] ist 
nach stimmlosem Laut während der ersten 
Hälfte stimmlos, [b, d, v, z, 5, j, g] im absoluten 
Auslaut (vor Pause), wie in ich leV [9ic 'le:b], 
Freud' [frOYd] , ich reis' [9ic raez] , Bagag{e) 
[bacjaig], im Weg [Pim 'veij], ich uag'' ["Pic 'va:g], 
werden nach dem Ende zu stimmlos. Es ist 
zu beachten, dafs die [b, d, g, v, z, 5, j], auch 
wenn sie völlig stimmlos sind, sich doch durch 
die geringere Spannung der artikulierenden 
Organe und den geringeren Atemdruck deutlich 
von den [p, t, k, f, s, J, c] unterscheiden. 

In Mittel- und Süddeutschland werden 
anlautende [b , d, g, z, 5], auch in der Um- 
gangssprache der Gebildeten, stimmlos ge- 
sprochen. 



— 10 - 

Zur Bildung und zum Gebrauch der Laute 
im einzelnen sei folgendes bemerkt. 

Mund V ersehlurslaute. 

[p, b]. Oberlippe bildet Verschlufs gegen 
Unterlippe. In der Verbindung [pf] wird beim 
[p] die Unterlippe zugleich gegen Oberlippe 
und Oberzähne gedrückt (bilabiodentales [p]), 
so dafs der Übergang zum [f] durch einfaches 
Abziehen der Oberlippe geschieht. 

[t, d]. Vorderster Teil der Zunge (Zungen- 
blatt) bildet Verschlufs gegen den unteren Teil 
des Zahndammes (Alveolen). Die Verschlufs- 
stelle des engl, [t, d] liegt weiter an den 
Alveolen hinauf, die der franz. [t, d] häufig 
hinter den Oberzähnen. Schweden haben ihre 
„kakmninalen", d. h. mit aufwärts gegen den 
vorderen harten Gaumen gerichteter Zungen- 
spitze gebildeten [t, d], die nach [r], bezw. für 
rt, rd gesprochen werden, im Deutschen zu 
vermeiden. 

[k, g]. Zungenrücken bildet Verschlufs 
gegen weichen Gaumen. Vor und nach vorderen 
Offnungslauten [i , e , es usw.] liegt der Ver- 
schlufs etwas weiter nach dem harten Gaumen 
zu als vor und nach hinteren Offnungslauten 
[u, o, a usw.]. 

[?]. Der Kehlkopfverschlufslaut [9] besteht 
in einer kräftigen Zusammenpressung der 
beiden Stimmbänder. Er tritt im Norddeutschen 



— 20 — 

regelmäfsig vor anlautendem Vokal in betonter 
oder nebenbetonter, niclit in ganz unbetonter 
Silbe auf. Kommt in gleicher Stellung wie im 
Deutschen, wenn auch nicht so regelmäfsig und 
in schwächerer Form, im Schwedischen und 
Dänischen vor, nicht im Englischen. Er ist 
dem "Wesen nach identisch mit dem „Stofs" 
im Dänischen (z. B. in sten [sde?n], tid [ti9Ö]). 

Mundeng-enlaute. 

[f, v]. Innere Fläche der UnterHppe bildet 
Enge gegen die obere Zahnreihe. Die Enge 
und daher auch das Reibegeräusch beim 
nordd. [v] ist weniger stark als beim engl, [v] 
wie in veal, und ebenso franz. [v] wie in vite. 

[w]. Unterlippe bildet lose Enge gegen 
Oberlippe. Der Laut wird im Norddeutschen, 
meist nur bei nachlässiger Aussprache, in den 
Verbindungen [tsw , Jw , kw] , z. B. in 2wei 
[tswae], schwarz [Jwarts], Quelle [kwsla] anstatt 
des hier sonst normalen [v] gebraucht. 

[s, z]. Zungenblatt bildet Enge gegen 
Alveolen. Schweden haben den [J] artigen 
Laut, den sie für rs in Fällen wie törs, person 
gebrauchen, bei der Aussprache von dt. rs zu 
vermeiden. Man beachte (bes. Schweden), was 
oben über stimmloses [z] gesagt worden ist. 

[J, 5]. Zungenspitze nach den Alveolen zu 
gehoben, vordere Seitenränder der Zunge an 
die seitlichen Zahnreihen gedrückt, so dafs 



— 21 — 

breite Enge zwisclien Zungenblatt und Alveolen 
entstellt. Mittelzunge etwas gesenkt, Hinter- 
zunge wieder gehoben, so dafs kesseiförmiger 
Raum hinter dem Zungenblatt vorhanden ist. 
Lippen vor- und zugleich auswärtsgestülpt 
(schallbecherförmig). Schweden gehen am besten 
von dem schon erwähnten [J] artigen Laut aus, 
den sie für rs z. B. in törs gebrauchen, und 
gelangen von da durch kräftigeres Vorstülpen 
der Lippen zum deutschen [J]. 

[9, j]. Vorderzunge bildet Enge gegen 
vorderen Teil des harten Gaumens. Zungen- 
spitze liegt hinter den unteren Schneidezähnen. 
[j] ungefähr wie in franz. j9/??er [pije]. Das 
Reibegeräusch des nordd. [j] ist stärker als 
das des [j] in engl, yes, dän. ja. Bei der Bil- 
dung des für viele schwierigen [9] - Lautes 
empfiehlt es sich von [j] auszugehen, wo solches 
vorhanden ist , oder von [i] , von wo aus man 
durch stärkere Pressung der Vorderzunge gegen 
den harten Gaumen , ohne Veränderung der 
Zungenspitzenlage, und Öffnung der Stimmritze 
zum [c] gelangt. Schweden haben indessen 
aUzu starke Zungenpressung, wodurch eine Art 
[^9] entsteht, zu vermeiden. 

[x, g]. Hinterzunge bildet Enge gegen 
weichen Gaumen. Zungenspitze gesenkt, [g] 
wie g in dän. mdge. 

[h], Stimmbänder etwas voneinander ent- 
fernt. Die übrigen Organe nehmen schon eine 



22 



den folgenden ÖfFnnngslaut vorbereitende Stel- 
lung ein. Zwischen stininiliaften Lauten ist [h] 
schwach, stimmliaft. Ungefähr gleich dem [h] 
im Englischen, Schwedischen, Dänischen. Im 
Französischen oft bei emphatischer Aussprache 
z. B. von Ja harne! gebraucht. Franzosen haben 
den Ersatz des [h] durch [9] zu vermeiden. 

1- und r-Laute. 

[1]. Zungenblatt bildet Verschlufs gegen 
unteren Teil des Zahndammes. Seitenränder 
der Zunge gesenkt, so dafs der Atem seitlich 
zwischen Zunge und Backenzähnen austritt. 
Engländer haben zu starke Zurückziehung der 
Zunge und Erhebung der Hinterzunge („guttu- 
rales" /) zu vermeiden. 

[r]. Die gegen die Alveolen erhobene 
Zungenspitze wird durch den Atemstrom in 
flatternde Schwingungen versetzt (2 — 3 
Schwingungen im Anlaut und Inlaut nach 
kurzem Vokal , 1 — 2 im Inlaut nach langem 
und im Auslaut nach kui'zem Vokal). Ungefähr 
wie franz. , ital. , schwed. , schott. - engl, und 
irisch -engl. [r]. Engländer haben ihr spiran- 
tisches r zu vermeiden. 

[k]. Hinterzunge gegen den hinteren Teil 
des weichen Gaumens oder das Zäpfchen er- 
hoben, welch letzteres dann durch den Atem- 
strom in flatternde Schwingungen versetzt 
wird. Ungefälu- wie franz. [r] (z. B. in der 



— 23 — 

Pariser Aussprache). Beim dän. [r] ist die 
Hinterzuiige mehr gesenkt. 

In Norddeutschland wird, besonders in den 
Städten, das Zungenspitzen- [r] melir und mehr 
durch das Zäpfchen-[R] verdrängt. Das Zungen- 
3pitzen-[r] ist indessen noch weit verbreitet 
und wird in gepflegterer Aussprache entschieden 
bevorzug-t. Es liegt für den, der ein [r] be- 
sitzt, kein Grund vor, dieses abzulegen und 
sich ein meist angestrengt klingendes [r] anzu- 
gewöhnen. 

[j]. Im Auslaut nach langem Vokal, auch 
vor Konsonant, wie in Bier, Tor, führt, Speers, 
wird in der gewöhnlichen norddeutschen Um- 
gangssprache, auch der Gebildeten, [r] und [r] 
zu einem Laut [j] abgeschwächt, der der Klang- 
farbe nach ungefähr zwischen [e] und [se] liegt. 
Derselbe Laut wird auch für unbetontes -er 
gebraucht, z. B. besser [bssj]. In der Berliner 
Mundart ist die Zungenstellung bei diesem 
Laut noch niedriger, so dafs eine Art [a] 
entsteht. 

Mundnasenlaute. 

[m]. Gaumensegel gesenkt, Lippen ge- 
schlossen. 

[nj. Gaumensegel gesenkt, Zmigenblatt 
gegen Zahndamm Verschlufs bildend. 

[i]]. Gaumensegel gesenkt, Zungenrücken 
gegen weichen Gaumen Verschlufs bildend. 



— 24 — 

Engländer haben die Aussprache [i)g] in 
Wörtern wie Finger, länger usw. zu vermeiden, 
Franzosen den fehlerhaften Ersatz des [g] 
durch den in franz. vigne, regne usw. für gn 
gebrauchten Laut. 

Lautdauer. 

Die gespannten Vokale kommen betont nur 
lang, die ungespannten Vokale betont nur 
kurz vor. Unbetont sind auch die gespannten 
Vokale halblang oder kurz, z. B. elegant 
[?ele'gant] , sie sah [zi za:]. Gespannte Kon- 
sonanten wirken im Deutschen auf vorher- 
gehenden Vokal nicht so stark kürzend ein 
wie im Englischen (vgl. hier z. B. neat [ni"t] 
und need [ni:d]). 

Konsonanten sind, praktisch genommen, 
stets kurz, sowohl im Anlaut als im In- und 
Auslaut, nach kurzem und nach langem Vokal. 
Schweden haben ihre langen Konsonanten, be- 
sonders nach kurzem Vokal, zu vermeiden, 
Dänen ihre überkurzen Konsonanten im Auslaut. 

Tonstärke. 

Im einfachen "Wort wird eine Silbe, meistens 
die Stammsilbe, stärker, d. h. unter energischerer 
Anspannung aller in Betracht kommenden Mus- 
keln, ausgesprochen als die anderen. Ab- 
leitungssilben sind im allgemeinen unbetont. 
In zusammengesetzten "Wörtern findet sich 



— 25 - 

neben der stärkst betonten Silbe eine solche 
mitNebenton, z. B. Haiismieter ['hcios,nii"t.i], Haus- 
verlcanf ['iiaosf.i^kaof]. Ein solcher schwacher 
Nebenton tritt auch auf, wenn eine Reihe 
(zwei oder mehr) Ableitungssilben oder im Satze 
eigentlich unbetonte Silben aufeinander folgen, 
z. B. Verschönerungen [fa'J^'napiiijn] ; er zvird's 
tun [^ei virts 'tum]; er wird's nicht tun [?e.T 
,virts nie 'tu:n]. 

In den folgenden Texten sind die stark 
betonten Silben durch vorgesetztes ['] , die 
halbstark betonten durch vorgesetztes [,] be- 
zeichnet. 

Tonhöhe. 

Im behauptend gesprochenen ein- und 
mehrsilbigen, einfachen und zusammengesetzten 
"Wort steigt zunächst der Ton, um nach dem 
Wortende zu wieder zu fallen. Der Übergang 
von steigendem zu fallendem Ton geschieht in 
der stärkstbetonten Silbe des "Wortes. Die 
Silben vor der stärkstbetonten haben also im 
allgemeinen steigenden, die Silben nach der- 
selben fallenden Ton. Diese (norddeutsche) Ton- 
bewegung stimmt ungefähr mit der im Eng- 
lischen, Dänischen, Italienischen überein. Sie 
weicht ab von der im Französischen und Schwe- 
dischen, in welchen Sprachen auch im behauptend 
gesprochenen Wort oft schwachbetonte Silben 
höhere Tonlage haben als starkbetonte. 



Im behauptend gesprochenen einfachen 
Satz herrscht dieselbe Tonbewegung wie im 
Einzelwort. Sind in dem Satze zwei Silben 
starkbetont, so werden die zwischen ihnen 
liegenden Silben meist auf der Höhe der ersten 
starkbetonten Silbe gehalten, und der Ton 
beginnt seinen Abstieg in der zweiten stark- 
betonten Silbe. 

Im Fragesatz herrscht im allgemeinen 
steigender Ton, doch kann in den der stärkst- 
betonten folgenden Silben auch hier der Ton 
mehr oder weniger fallen. 

Lautausstofsung" und Lautang-leieliung". 

Wo im Wort oder Satz mehrere Kon- 
sonanten mit gleicher Artikulationsstelle zu- 
sammenstofsen , werden in der ümgangs- 
aus spräche häufig ein oder zwei Konsonanten 
ausgestof sen , z. B. [Vaes du'] für [Vaest du'], 
[nie 'tOYj] für [nict 'tOYj], [Tsstax] für [Tssttax], 
[9in n '?o:fn] für [9m den '9o:fn] , ['kunjtyk] 
für ['kunstJtYk]. Vokale in unbetonten Silben, 
besonders das [a] der Flexionssilben, werden 
häufig ausgestofsen , z. B. [nenn] für [nsnan], 
[9j mus s 'tu:n] für ['Pe.i mus es (bezw. as) 
'tum], ['las n 'kiofn] für ['las i'n 'laof(Gjn]. 

Konsonanten unbetonter Silben werden in 
der Umgangssprache sehr häufig dem vorher- 
gehenden, seltener dem folgenden Konsonanten 
angeglichen, indem die Artikulation des Nachbar- 



— 27 — 

konsonanten ganz oder teilweise beibelialten 
bezw. vorausgenommen wird, z. B. [neibm] 
für ['ne:b(8)n], [lampm] für['lamp(8)n], [tsu'zamm] 
für [tsu'sam(9)n], ['briiji)] für ['bri;](8)n], ['Uki)] 
für ['l£k(o)n], [rvk i) Vsc] für [rvk i'n Vsc], 
[i'caibm n t\ 'gartn jajikt] für [19 'ha:b i'n iii 
dan 'gartan jajiktj. 



Texte. 



1. Guten Morgen. Guten Morgen, wie 
gellt's Ihnen? (Ich) danke, gut. — Guten Tag. 
Guten Tag. 2) 

Guten Abend, wie geht's? 0, recht gut, 
und Ihnen? hoffentlich auch gut? 

Wie geht's Ihrem Herrn Bruder 3)? Ist 
alles wohl bei Ihnen zu Hause ? Ja, ich danke. 



1. 1) Mit * bezeichnete Ausdrücke bezw. Aussprache- 
formen gehören der nachlässigen Umgangssprache an 
und sind im formellen gesellschaftlichen Verkehr besser 
zu vermeiden. 

2) In Deutschland grüfst man beim Kommen 
je nach der Tageszeit mit Guten Ilorrjen, Guten Tag, 
Guten Abend. Beim Gehen ist des Morgens die Formel 
Guten Morgen, des Abends Guten Abend gebräuchlich, 
als Abschiedsgrufs am Tage hat sich statt Adieu 
neuerdings Guten Tag eingebürgert. Gtde Nacht sagt 
man nur unmittelbar vor dem Schlafengehen. Um 
die Mittagszeit herum ist im familiären Verkehr (unter 
Männern) beim Gehen, seltener beim Kommen, Mahl- 
zeit (verkürzt aus Gesegnete Mahlzeit) sehr üblich, das 
die Neigung zeigt, sich zur Abschiedsgrufsformel für 
den ganzen Tag (familiär!) zu entwickeln. Jüngere 
Leute, besonders Schüler und Studenten, wenden beim 
Kommen und Gehen gern für den ganzen Tag den 
einen Grufs (n')Morgen [mo'8n] an. Im gesellschaftlichen 
Verkehr ist (Ich) empfehle mich, gnädige Frau, Herr 
Boldor usw. statt des einfachen Adieu sehr beliebt. 
Leb' (lebt, leben Sie) wohl wird nur bei einer längeren 
Trennung angewendet. 

Dem Grufs wird im formelleren Verkehr gern 
eine Anrede wie Gnädige Frau, gnädiges Fräulein, Hert 
Doktor usw. beigefügt. Auch in der Unterhaltung. 



1. gu'fcn 'marjan [*mo:8n^)]. girtn 'morjan, vi 
'ge:ts 9i*mi. (19) 'dagka , 'gu:t. — girtn 'tax. 
gu'tn 'tax. 

gu'tn '9abmt [*gun 'a:mt], vi 'ge:ts. '^o:, rsct 
'guit, unt '9i;im? h.ofhtlic 'rüox gu't. 

vi 'geits Pi.ram hsm 'bru:di? ist ^alas 
'voll bae i'mi tsu ,liaoze. 'ja: , 19 'daijke. 



besonders in dem einleitenden Satze, fügt man gern 
solche Formeln als Apposition zu der direkten Anrede 
Sie usw. hinzu: Darf ich Ihnen, gnädiges Fräulein, den 
Mantel ahnchmcn? 

Dem Titel wird stets ein Herr vorangesetzt : Herr 
Dolctor, Herr Professor, Herr Geheimrat, Herr Leutnant usw. 
Der Name wird nur hinzugefügt, wenn kein Titel da 
ist. Kennt man nicht den Namen, so gebraucht man 
als Anrede meiyi Herr. Verheiratete Frauen erhalten 
den Titel des Mannes: Frau Doktor (Professor, Geheim- 
rat, Leutnant) usw., die gewöhnliche Anrede in guter 
Gesellschaft ist hier aber gnädige Frau, bei un- 
verheirateten Damen gnädiges Fräulein (auch mein 
Fräulein, nicht aber meine Frau !). Mehrere (verheiratete 
oder unverheiratete) Damen redet man mit meine 
Damen an. Besondere Ehrerbietung gegenüber älteren 
Personen und allgemein gegenüber Damen kommt 
dvirch Weglassung des Personalpronomens bei der 
Anrede ztma Ausdruck: Ich hoffe, gnädige Frau be- 
finden sich nun besser. Haben Herr Geheimrat schon 
das Buch gelesen? (Man beachte den Plural behn 
Zeitwort !) 

^) Im formelleren gesellschaftlichen Verkehr 
wird der Verwandtschaftsbezeichnvmg ein Herr. Frau, 



— 32 ~ 

Grüfs' deinen Bruder schön von mir. — 
Bitte, grüfsen Sie Ihre Frau Gemalilin^) von 
uns. — Wollen Sie micli, bitte, Ihrer Frau Mutter 
empfehlen. Danke (, ich werde es ausrichten). 
Lebewohl; glückliche Reise! — Auf Wieder- 
sehen [Ich empfehle mich] , meine Damen. — 
Guten Abend, meine Herrschaften. — Gute 
Nacht! (Auf Wiedersehen morgen.) — Unter- 
dessen! (Auf Wiedersehen!). 

2. Was ist denn für Wetter? — Es ist 
schön. Seit August^) haben wir immerzu 
schönes Wetter gehabt. — Ob morgen schlechtes 
Wetter sein wird? — Nein, so ein abscheu- 
liches [scheufsliches , *ekliges] Wetter! Bei 
dem Wetter wird man den Schnupfen gar nicht 
los. — Der Barometer ist gestiegen [ — gefallen]. 

Es ist kalt. — Wir haben heute nacht fünf 
Grad Kälte 2) [fünf Grad unter Null] gehabt; 
heute wird alles auf dem Eise sein. — Mich 
friert. Ist mein Zimmer geheizt ? Bitte, heizen 
Sie mein Zimmer. 

Es ist sehr warm ; ziehen Sie Ihre dünnsten 
[leichtesten] Sachen an. 



Fräulein vorangesetzt: Ihr Herr Vater ^ Herr Sohn, 
Herr Onkel (Olieim) , Herr Vetter; IJire Frau Mutter, 
Frau Tochter, Frau Tante; Ihr Fräulein Tochter, Fräulein 
Cousine, Fräulein Tante. 

^) Ihr Herr Gemahl, Ihre Frau Gemahlin gilt im 
formelleren, Ihr Mann, Ihre Frau im vertrauten Ver- 
kehr; Ihr Gatte (selten: Vir Herr Gatte), Ihre Gattin 
steht zwischen den beiden Ausdrucksformen. 



— :33 — 

'gry's daenn 'bruid.i ,|0"n fon miM. — 
bita 'gr3-;sn zi i'ra frao ja'ma:ln fon 
uns. — Voln zi mic bitö ?iT.i fruo 'rauti 
sm'pfeiln. 'daijka (ic veMd as '9aosrictnj. 

le'b'vo:!, 'gliklice 'raezo. — Vaof 'vi'di- 
ze*n [ic sm'pfeila mic], maeno da'mm. — 
gu'tn ''vaibmt. maen9 hsrjaftn. — gu'ta 
'naxt! (ciof vi'd.ize'n 'morjn). — (aof Vi'd.i- 
ze*n '.). 

2. vas .""^ist dsn lyJ 'vct.!*? — ss ist 
'J0:n. zaet ao'gust hcibm vi.i ''^im.itsu' 
J0'n9s 'v£t.[ jaliLfpt. — ■''op 'morjn Jl£ct(8)s 
'vct.i zaen virtV — naen, zo' aen ap'pY- 
lipas ['Jovslicas , *'?eikliJ8s] vst.i ! bae 
'de:m vsti virt man dn Jnupfn gar nict 
'lo:s. — dl baro'meiti ist ja'Jtiijn [ — ja'falnj. 

■Pss ist ["^es s] 'kalt. — vLi ,habm liDYta naxt 'finf 
grü't 'kslta [ — '^■Lnt.i nul] jeliü'pt; 
'hoita virt ''r'alas aof d^m [aofm] ''?aez(9) zaen. — 
mic 'friMt. ist maen 'tsimi jehaetsf? bita 'iiaetsn 
zi maen teimJ. 

£S ist 'zBM Varm; ,tsi"n zi ira 'dvnstn 
[laectstn] 'zaxan 9an. 



2. ') Der Monatsname AuguM hat den Ton auf 
der zweiten Silbe, der männliche Vorname Aiujud 
auf der ersten. 

-) In Deutschland ist im allgemeinen der Eeau- 
mursche Thermoineter im Gebrauch; zu wissenschaft- 
lichen Zwecken wird die Celsiussche Gradeinteilung 
verwendet. 100« C. = 80«^ R. 

Meyer, Deutsche Gfespräche. 3 



— 34 — 

Mir ist heifs. — So eine Hitze! einund- 
zwanzig Grad im Schatten! Heute früh sind 
wir baden gewesen [haben wir ein Bad ge- 
nommen]. "Wohin gehen Sie baden? 

Der Himmel ist klar. — Es bedeckt [bezieht] 
sich. Der Himmel ist bedeckt. — Ich denke, 
nachmittags klärt sich's auf. — Es wird wieder 
schön. Da kommt die Sonne. Georg, bitte 
mach' [lafs'] mal die Rouleaux herunter. Sei 
so gut, zieh' die Vorhänge vor. 

3. Es ist neblig. Es fällt Nebel. Der 
Nebel steigt. — Ich fürchte , wir bekommen 
Regen ; nehmen Sie lieber den Schirm mit. Da 
regnet's schon; machen Sie ihn auf. Es regnet 
ganz fein. — Es giefst; ich bin schon ganz 
nafs [durch und durch nafs] : ich fürchte , ich 
erkälte mich, wenn ich hier bleibe; ich will 
lieber nach Hause laufen und mich umziehen. — 
Es regnet in Strömen. An Ausgehen ist gar 
nicht zu denken bei dem Regen ! Ach, das ist 
nur ein Gufs. — Es hat aufgehört zu regnen. 

Es schneit. Der Schnee schmilzt auf der 
Stelle [gleich wieder] ; es wird hübsch [schön] 
schmutzig werden. 

Es zieht auf; wir werden ein Gewitter be- 
kommen. — Es blitzt. Das ist nur Wetter- 
leuchten. — Es hat in einen Baum hier in der 
Nähe eingeschlagen. — Es ist ein schweres Ge- 
witter gewesen. — Das Gewitter ist vorbei 
[vorüber]. 



— 35 — 

mi'j st taes. — 'zo* aena 'hitsa! '9aenun- 
tsvantsi9 'grciit im Jatn! hOYt<8) 'fry: zint 
vü Toüidn J9ve:zn [ha(b)m via aen 'bat J9- 
nomm]. vo'hm qe'n zi 'ba:dn? 

dea 'himal ist 'kla:r. — es ba'dskt [ba'tsiit] 
ZI9. de.i 'himal ist ba'dskt [ba'tsoigan]. — ic ,d£i)ka 
nax'mitaxs klse'at Z19S 'aof. — ss ,virt vidi 
'j0:n. 'da* komt di 'zona. J8''Porc bita, 
'max ['las] mal (ma) di ni'lois (hsl^runti. 'zae 
zo gu't. 'tsi* di 'fo'jlisga fo'J. 

3. £S ist 'neiblic. ss fslt 'ne:bl. de.i 
'ne;bl 'Jtae9t. — 19 'fvrcto , vij bakomm 
're:jn: 'ne:mm zi li'b.i dan 'J'^^ ^'^t- ^^^ 
're:jnts Jo'n; ,maxri zi in '9aof. — ss 'rerjnt 
gants 'faen. — ss 'gi:st; 19 ,bin Jo'n gants 
'nas ['dür9 unt dL"r9 'nas] ; 19 'fvr9t8, 19 
a'kslta mi9, vsn 19 'lii:.i blaeba; 19 vil 
,li'bJ nax 'haoza laofn unt mi9 'umtsi'n. — 
es ,re:jnt in 'Jtroimm. an '9aosge'n is(t) ga(r) 
1119 tsu 'deijkg bae dem ,re:jn. '•r'ax, das ist 
niu n 'gus. — ss (hjat ''r'aofjehoMt tsu ,re:jnn. 

SS 'Jnaet. di 'Jne: 'Jmiltst aof d.i 
'Jtsla [glae9 ,vi'dj] ; (e)s virt 'liYpJ ['/"^-ii] 
'Jmutsi9 ve'adn. 

SS tsi't '9aof-, via ve'.idn aen ja'vit.! ba- 
komm. -— ES 'blitsfc. ,das ist nui 'vsti- 
ioY9tn. — SS (li)at in aenn 'baom hiM in dl 
nse'a '9aenj8jla'gn. — ss (i)st aen 'Jveiras ja- 
Viti J8ve:zn. — das ja'viti ist foa'bae 
[fo'rj-bj]. 



— 3G — 

Bitte, machen Sie das Fenster zu, es zieht hier. 

Es ist winclio-. — Wo kommt denn der Wind 
her? Er hat sich gedreht; heute früh kam er 
aus Süden [hatten wir Südwind] ; jetzt hat er 
sich nach Osten gedreht. — Er legt sich. — Es 
ist Südwind; es sieht nach Regen aus; ich glaube, 
wir bekommen einen richtigen Regentag. 

4. Beeilt euch ein bilschen mit dem An- 
ziehen. — Zieht euch noch nicht aus ; es kommt 
noch Besuch. — Sie haben den Überzieher 
[Mantel] ausgezogen ? ^) ziehen Sie ihn schnell 
wieder an! Sie erkälten sich sonst. — Bitte, be- 
decken Sie sich. — Nehmen Sie lieber den Hut 
ab ; ii- Deutschland behält man ihn in Geschäften 
[Läden] nicht auf. 

5. Trinken Sie morgens Kaffee oder Tee V 
Kaffee ; aber abends trinke ich am liebsten eine 
Tasse Tee. ^) — Heute habe ich schon um elf 



4, ') Das Hemd, die Hosen (feiner Beinkleider), 
die Weste, den Rock, die Strümpfe, die Schuhe, die 
Stiefel, den Mantel, die Handschuhe visw. sieht man an, 
zieltt man aus; die Handschuhe kann man auch auf- 
ziehen und abziehen^ den Hut, die Mütze setzt man auf, 
nimmt man ab. 

6. ^) Die erste Mahlzeit wird in bürgerlichen 
Kreisen um 8 Uhr herum eingenommen ; sie besteht 
gewöhnlich nur aus einer Tasse Kaffee und etwas Ge- 
bäck oder Butterbrot. Ungefähr um 11 Uhr folgt 
dann das eigentliche Frühstück (auch Ztveit früh stück 
genannt): meist nur ein paar belegte Butterbrote, dazu 
ev. Bier oder Milch. Die gewöhnliche Zeit des Mittag- 



— 37 — 

bita 'maxn zi das ^fsiisti tsn* ; ss 'tsi:t lii'J. 

£S (i)st 'vmdic. — vo 'komt dsn d(e)j vint 
'he:a? e.i hat Z19 ja'dreit; hoYta 'fry: kam e.i 
aos 'zyidn [hatn vü zytvint] ; jstst (Ji)at (e)j 
zic nax '93stn jadre't. — eJ 'le:ct zic. — ss 
(i)st 'zytvint; £S ,zi*t nax 're:jn aos; 19 ,glaob(9), 
vi.i bakomm aenn ,rictjn 're:jntax. 

4. ba'^aelt Oyc n biscn mit m '9an- 
tsi'n. — ,tsi.t OY9 nox nict '9aos; ss komt 
nox bö'zuix. — zi habm dan ''?y:batsiM 
[mantl] '?aosJ8tso*gn? tsi'n zi in 'jnü 
vi'dj '"Pan. zi a'ksltn zic zonst. — bita ba- 
'dski) zi ZIC. — ,ne:min zi li'b.i den hn*t 
'9ap ; in 'doYt/lant ba,h£lt man i'n (i)n ja Jsftn 
[,l8e:dn] nict ''Paof. 

5. ,trii)ki] zi" morjns 'kafe* od.i 'te:? 
'kafe" ; ab.i '9a:bmts trii]k(a) 19 am 'li'pstn aena 
tasa 'te:. — ,h.DYta ha"b 19 Jo'n um '9elf ['^elfj 



essenf! (Suppe , fleisch mit Gemüse , ev. Nachtisch , als 
Getränk Wasser, Bier oder Wein) ist zwischen 1 
und 2 Uhr. Der Nachmittagskaffee wird um 4 Uhr 
hervim getrunken. Die Abendmahlzeit (das Ahendes^i^en, 
Abendbrot), um 8 Uhr herum, besteht meist aus kalter 
Küche (kaltem Aufschnitt) oder auch einem einfachen 
warmen Gericht (Rührei u. dgl.), dazu Tee, Milch oder Bier. 
Die englische Tischzeit (Mittagessen um 5 Uhr herum) 
ist in kaufmännischen Kreisen in den gröfseren Städten 
vielfach üblich und gewinnt auch in anderen Berufs- 
kreisen mehr und mehr an Verbreitung. Bei dem Mittag- 
und Abendessen pflegt man mit einem Gesegnete Mahl- 
fft< (familiär abgekürzt: 3/a//?^ej'<) vom Tisch aufzustehen. 



— 38 — 

gefrühstückt [Zweitfrühstück gegessen]. — Es 
macht doch nichts mehr Appetit als so ein 
ordentlicher Spaziergang. — Was wird's heute 
zu Mittag ' ) geben ? — Ich habe grofsen Hunger. — 
Es ist recht dumm, dafs wir heut so spät essen. — 
Das Essen ist fertig: kommen Sie zu Tisch. 

Lenchen, bitte, gib mir doch was zu trinken; 
ich habe (grofsen, furchtbaren, schrecklichen, 
*mächtigen, *riesigen) Durst. Hier ist eine 
(Flasche) Selter(wasser), oder wenn du lieber 
"Wein willst . . . Nein, nein. — Nun hab' ich 
genug. [Nun ist mein Durst gelöscht.] 

6. Ich bin eigentlich müde ; ich werde aber 
doch mitkommen. — Ich bin wie zerschlagen; 
ich kann das Reisen in der Nacht doch gar nicht 
mehr vertragen. — Ich bin müde , ich werde 
schlafen [zu Bett] gehen: (wissen Sie vielleicht,) 
ob das Mädchen ^) das Zimmer schon zurecht 
gemacht hat ? Ich fürchte, es ist noch nicht fertig. 

Er geht früh zu Bett und steht spät auf. — 
Ich habe gut geschlafen. — Ich war so aufgeregt, 
dafs ich erst spät habe einschlafen können. — 
Beim geringsten Geräusch wacht er auf. 

7. Ich bin gesund. — Ich bin nicht wohl. ^) — 



') Das Mittag häufig familiär für Mittagessen ge- 
braviclit: v:ir hatten lievte ein feines Mittag. 

6. ') iJ/«V/c7ie« = Dienstmädclien, Stubenmädclien: 
Magd nur von weiblichen Dienstboten, die gröbere 
Dienste verrichten , besonders auf dem Lande : Stall- 
vtagd, Viehmagd usw. 

7, ^) Zwischen mir ist nicht wohl und ich bin nicht 



— 39 — 

ja'fry'.rtYkt [tsvaet'fryJtYk jggssn]. — ss 
maxt doxnicts 'me:.i ap(8)ti"t,als zo aen '^ordntli^i 
[*'?3mtli9j] Jpa'tsiMgai]. — vas ,virts hoYt(8) 
tsu 'mitax ge-bm? — 19 hab 'groisn Tiui}.!. — 
SS (i)st r£9t 'dum, das viJ hOYt zo 'jpseit 9csn. — 
das 'Pssn is(t) 'f£rti9; 'komm zi tsu 'tij, 

lernen bita, 'gip mü dox vas tsu 'tngki); 
19 hüb(8) Cgroisn, Turctbarn , 'Jr^klicn, 
*'m£cfcJ8n, *'ri:zjn) 'durst. 'hi'r ist (ae)n8 
(flaja) 'z£lti(vasa) , o'd.i ,V£n du li'bi 
'vaen vilst . . . 'naen naen. — 'nu'n ha'b 19 
J8'nu:x. ['nu'n ist maen durst je'lejt.] 

6. 19 bin ,9aejntli9 'myida; ^19 veMd aba 
dox 'mitkomm. — ,19 bin vi' ts.i'Jlargn; 
19 kan das 'raezn in d.i 'naxt dox 'gaT ni9t 
mea fa'traign. — 19 bin 'myida, 19 ve'.id 
'Jlaifn [tsu 'bst] ge'n; (Visn zi filae9t,) 
9op das ,m8e't9n das ,tsim.i Jon tsu'r£9t 
jamaxt (h)at? 19 'fYr9t8, £S ,9ist nox ni9t 'f£rti9. 

■Pe.i ge't 'fry: tsu 'b£t unt Jte't 'Jp^-t '^^ciof. — 
19 hab(8) 'gu:t J8'Jla:fn. — 19 va(r) zo '9aofJ9re'9t, 
das 19 eist 'Jpseit hab ''Paenjla'fn kenn, — 
baem ja'rigstn 39'r3yJ vaxt e.i '9aof. 

7. 19 bin ja'zunt. — 19 bin nmt 'vo:l. — 

wohl mac]it man häufig den Unterschied, dafs erstercs 
ein vorübergehendes Unwohlsein, letzteres eine mehr 
andauernde Unpäfslichkeit bezeichnet. Im ersteren Sinne 
auch (elliptisch): mir ist gar nicht so recht, mir i^t pattz 
elend {zu Mut), im letzteren mit dem Nebenbegriff der 
verminderten Arbeitsfähigkeit : er ist nich t recht auf dem 
Dnwm. 



— 40 — 

Seine Mutter ist nie so reclit gesund. — Ihr Freund 
sieht recht schlecht [recht elend] aus. Ja, er 
hat sich überarbeitet [krank gearbeitet] ^) ; nun 
will er zur Erholung den Winter über nach 
Nizza gehen. — Wissen Sie, dafs Herr Below 
ki-ank ist ? Ach , das tut mir recht leid ; was 
fehlt ihm denn ? Er hat ein Magenleiden. Mufs 
er das Bett hüten? [Liegt er zu Bett?] Ja, 
aber es geht schon viel besser. — Er wird bald 
wieder gesund sein. 

Ich habe mich erkältet. — Neulich auf dem 
Eise hat er sich kalte Füfse geholt ^), und nun 
hat er so einen Husten, dafs er nicht aus der 
Stube darf [dals er das Zimmer hüten mufs]. — Sie 
sind recht heiser! Ja, ich habe jeden Winter 
mit dem Halse zu tun [das habe ich jeden 
Winter]. — Du lieber Gott^), Sie sind ja ganz 
blafs ! was ist Ihnen denn ? Ach , nichts ! es 
wird schon vorübergehen. — ]Mir ist schwindlig. — 
Ich habe Schwindel. — • Da ! da habe ich Nasen- 
bluten. Das kommt von der Hitze. — Ich habe 
Zahnschmerzen [Zahnweh] ; ich habe einen 
schlechten [hohlen] Zahn, ich will zum Zahnarzt 
gehen: der wird ihn wohl (aus)ziehen. — Ich 
habe Kopfschmerzen [Kopfweh] *). Mit meiner 



^) Auch: zu Schanden gearbeitet. Vgl. sich zu 
Schanden laufen, ein Pferd zu Schanden reiten, ein SpieU 
seug zu Schanden machen. 

2) Man holt sich eine Erkältung, den Schnupfen, 
den Husten, das Fieber, den Rheumatismus usw. 



— 41 — 

zaena 'muti ist 'ni: zo rsct ja'zunt. — ?ij 'frOYnt 
zi't rsct 'Jl-9^ [^'^9^ 'Veilsnt] Paos. — ,ja:, eJ 
hat zic yb.i'9arbaet(a)t ['krarjk J8,Varbaet(8jt] ; nun 
,vil ei tsua j'hoilui) d(a)n VintJ yb.i nax 
'nitsa ge'n. — 'visn zi*, das bsr 'beilo* 
'kraijk ist? '"Pax, das ,tnt mi.i rsct laet; vas 
'feilt i'm dsn? eJ hat (ae)n 'maignlaedn. mus 
e.i das 'bet hytu? [,li'ct ei tsu 'bst?] jar, 
abj (£)s 'ge:t i"m Jo"n fil 'bssj. — eJ virti 'balt 
vidi ja'sunt zaen. 

IC ,hab mic .i'ksltat. — 'nOYli9 aof dam 
'9aeza hat e.i zic kalta 'fyisa joho'lt, unt 'nu*n 
hat ei ,zo' aenn 'hu:stn, das e.i ,nict aos d.i 
'ftuibo darf [das ei das 'tsima hytn mus]. — zi 
,zint rsct 'haez.i! ,ja:, ic hob je"dn 'vintr 
mit dam ,halz(8) tsu tu*n [das hab ic je'dn 
Vinti]. — du 'li:b.i got, zi ,zint ja gants 
'blas ! vas '?ist i'nn dsn. Vax 'nicts ! ss 
'virt Jon fo.i'baege*n — mi'.i (i)st 'Jvindlic. — 
IC ha*b(8) 'Jvindl. — 'da! da hci'b ic 'naizn- 
blu'tn. das ,komt fon de.i 'hits9. — ic hab(8) 
'tsciinjmsrtsn ['tsainve'] ; 19 ,hab aemi 
Jlsctn [ho'hi] 'tsa:n, ic vil tsum 'tsa'nartst 
ge'n, de.i ,virt in vol 'Vaostsi'n ['tsiinj. — 19 
hab(8) 'kopfjmsrtsn ['kopfve']. mit maenJ 



') Auch: Herrgott, Mein Gott, Gott, (Du) lieber 
Himmel, Hivimel; mehr der niederen Umgangssprache 
angehörig: Herijch (verkürzt aus Herr Jesus), meinjeh. 

*) Das Kopfweh nach durchschwärmter Nacht wird 
studentisch Katzenjammer oder Kater genannt. 



— 42 — 

Verdauung steht' s gar nicht gut. — Mir ist übel. 
Nehmen Sie das hier, es wird Ilmen gut tun. 

8. Ich sehe nichts ; es ist hier zu dunkel 
zumZeiclinen. — Machen Sie Licht [zünden Sie ^) 
die Lampe an] ; man sieht nichts mehr. — Ver- 
zeihen Sie, ich habe Sie nicht erkannt ; so geht's, 
wenn man kurzsichtig ist. 

Der Turm ist blofs eine halbe Stunde von 
hier ; da, über dem Wäldchen, können Sie ihn 
sehen: man sieht ilni auf dem ganzen Wege. 

Zeigen Sie mal. — Sie haben mir alle Sehens- 
würdigkeiten der Stadt gezeigt. — Ich muis dir 
meine neue Kommode (meinen neuen Schrank) 
zeigen. — Der Junge ^) hier wird Ihnen den Weg 
zeigen. 

Sieh dir nur mal die alte Uhr hier an ; nicht 
wahr, die ist komisch. — Sehen Sie nur ! Haben 
Sie je so etwas [etwas Ahnliches] gesehen? — Er 
sah zum Fenster heraus, als ich vorbeiging. 

9. Hören Sie ! [Passen Sie mal auf!] Ich 
höre ein Geräusch. Ich höre nichts. — Ich höre 
jemand die Treppe heraufkommen. 

Riechen Sie was ? Ich rieche nichts ; ich bin 
jetzt zu verschnupft. — Es riecht schlecht [ — gntj. 
— Es riecht versengt. — Riecht das hier dumpfig ! 
Macht doch blofs die Fenster auf. — Seine Bücher 
riechen alle nach Tabak. 



8. 1) Auch: fttecken Sie die Lampe an. Ebenso 
das Licht (= Wachslicht, Kerze), ein Streichholz, sich 
eine Zigarre nnFttPcl'en. 



— 43 — 

f.i'daoui] Jte'ts 'gar nic(t) ,gu-t. — mi.i (i)st "?yibl. 
ne'mm zi 'das LIm, ss virt i'nn 'gu:t tu'n. 

8. 19 'ze: nicts; ss (i)st hi'i tsu 'duijkal 
tsum ,tsaecn8n. — maxii zi '119t [tsYndn zi 
di 'lampa Pan] ; man 'zi:t nicts meu. — £1- 
'tsaen zi, 19 ,habo zi ni9t a'kant-, zo 'ge:ts, 
ven man [mal)] 'kLrtszi9ti9 ist, 

deJ 'türm ist blo's aena halba 'Jtunda fon 
JiiM: ,da:, yba dam 'v£lt9n, kenn zi' (i)n 
'ze:n ; man ,zi:t i*n aof dam 'gantsn 'veija. 

'tsaejn zi ma"l. — zi ha'bm mij ,'?ald 'ze'ans- 
vyrdickaetn dei ftat ja'tsaect. — 19 ,mus diJ 
maena ndYd ko'moida [maenn novan 'Jraijk] 
tsaejn. — de.i 'jüi]a hij virt i'mi dan 've:9 
tsaejn, 

'zi- dij niu nidl di alta '9um hi.i 9an; ni9t 
'va:r, di is(t) 'koimij. — 'zein zi nnu! habm 
zi 'je: zo stvas [stvas ''?8e:nli9as] ja'zein? — eJ 
za* tsum 'fsnst.i (h).iraos [raos], 'Pals 19 fo.i'baejii). 

9. 'hei.mzi! [pasn zi mal '"Paof!] 19 li0Ta 
aen ja'rDyJ. ''?i9 lio'ra 'ni9ts. — 19 ,h0M jemant 
di 'trepa rüofkomm, 

'rixn zi vas? 19 'ri:9(a) nicts; 19 bin 
jets (t)su f.i'Jnupft. — ss ri-9t 'Jl£9t [ — 'guit]. 
— £S ri*9t f.i'zsijt. — ri*9t 'das hi.i 'dumfi9! 
,maxt dax blos di 'fsnsti aof. — zaena 'hyici 
ri*9n ,9ala nax 'tabak. 

2) Junge in Norddeutschland, Bub in Mittel- 
und Süddeutschland familiär üblich. Knabe mehr der 
Schriftsprache angehörig. 



— 44 — 

Die Suppe sclimeckt verbrannt. Ich schmecke 
nichts. — Die Sauce schmeckt nicht. 

10. Herein ! — Bitte '), nehmen Sie Platz. 
Wollen Sie (g-ütigst) Platz nehmen. — Bitte, 
wollen Sie sich herauf bemühen. — Wollen Sie 
so gut sein und mir dies Zwanzigmarkstück 
wechseln? — Wollen Sie mir einen (grofsen) 
Gefallen tun? — Bitte, borgen Sie mir mal Ihren 
Bleistift; Sie bekommen ihn gleich wieder. — 
Mama, bitte, mache mir doch mal hier den Knoten 
[ — auf]. — Darf ich Sie um Feuer bitten? — 
Erlauben Sie , dafs ich Ihnen Fräulein Braim 
vorstelle. Freut mich sehr, [Sehr angenehm], 
Ilire Bekanntschaft zu machen. 

Darf ich Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten? — 
Nehmen Sie doch noch etwas Schinken, Herr 
Doktor. 0, ich danke ^). — Ich bin versehen. 

Danke. — Danke schön [sehr]. — Ich danke 
(bestens). — Ich bin Ihnen sehr verbunden [dank- 
bar]. — Ich danke schön, Herr Müller. Bitte, 
bitte. [Bitte, ich habe zu danken.] 

Wenn Sie erlauben, gnädige Frau, begleite 
ich Sie nach Hause. Sehr liebenswürdig; von 



10. ') Wenn man höflich sein will, fügt man einer 
Bitte, Aufforderung, auch gewissen Fragen stets ein 
„bitte" hinzu, dessen Stellung im Satze ziemlich frei ist: 
Bätt\, reichen Sie mir das Salz oder Erichen Sie mir, 
bitte, das Salz oder Reichen Sie mir das Salz, bitte. 
Können Sie mir, bitte, sarfen, ob . . . Noch höflicher ist: 
Wollen Sie mir, bitte, das Salz reichen oder Darf ich Sie 



di 'zupa Jmskt f-iTorant. ic 'J^-^'^' 
ni9ts. — di 'zo:sa 'Ji^-kt nict. 

10. lis'raenl — ,bita ne'mm zi 'plats. 
,voln zi (gyticst) 'plats ne'mm. — bita 
,vDln zi zic hs'raofbamj'in. — Voln zi 
zo ,Cjn't zaen cut m.i.i di's tsvantsic'markJtYk 
Vcksln. — ,volii zi mi.i aenn (gro'sn) 
ja'faln tu'n? — bita TDOrjü zi mi.i mal iMn 
TDlae/tift; zi ba,komm i'n 'glaec ,vi*dj. — 
ma'ma:, bita ,inax mi.i dox mal Hm dn 'knoitn 
[ — aof]. — ,darf (i)c zi um Totj bitn? — 
a'laobm zi, das (i)c i'nn frovlaen 'braon 
fo.ijtsla. 'fi*DYt mic ze'J. [ze.i 'vanjane'm] 
iT9 ba'kantjaft tsu maxn. 

,darf IC i'im aena tasa 'kafe" anbi'tn? — 
,ne:mm zi ddx nox stvas 'J^ü^fl ' l^-^" /dokto.i. 
,^0" IC 'daijka. — ic bin f.i'ze:ii. 

'daijka. — 'daiik(9) Jo-n [zom]. — ic 'daijka 
(böstnsj. — IC bin i'nn 'ze:.i f.i'bundn ['daijk- 
bar]. — IC 'daijka Jß'n, lis(r) ,mvLi, ,bit9 
'bita. [bita '^ic haba tsu daT]ki).] 

Yzn zi .i'loobm cjngedja frao , bacjlaet(a) 
IC zi' nax 'haoza. ze.i li'bmsvvrdic fon 



bitten, mir . . . Ausdrücke mit gefälligst , wie Treten Sie 
gefälligst beiseite, haben oft den Sinn einer höflichen, 
aber bestimmten Aufforderung oder gar gelinden 
Drohung. 

2) Will man etwas Angebotenes ablehnen, so ant- 
wortet man mit (Ich) danke; will man es annehmen. 
mit (Jaich, bitte). 



— 46 — 

Urnen. — Sie sind sehr gütig. — (Das ist) selir 
liebenswürdig von Ihnen, dafs Sie mich (mal) 
besuchen. 

11. Machen Sie keine Umstände. (Madien 
Sie keine Geschichten !) 

Bitte, machen Sie sich keine Umstände meinet- 
wegen. Lassen Sie sich dui'ch mich ja nicht stören. 
— Störe ich? bitte, nicht im geringsten. 

Entschuldigen Sie^) (, wenn ich Sie be- 
lästige). bitte! — Pardon! Bitte! — Ent- 
schuldigen Sie, ich hab's nicht absichtlich getan 
[es war nicht meine Absicht]. — Verzeihen Sie, 
wenn ich Sie unterbreche. — Verzeihen Sie, 
gnädige Frau, ich glaube, Sie sind im Irrtum. — 
Erlauben Sie, das ist mein Regenschirm. 

12, Sprechen Sie französisch? Ja, etwas. 
Ich kann grade genug, um mich verständlich 
zu machen. — Er spricht es leidlich, geläufig. — 
Er kann [ — schreibt] französisch wie seine Mutter- 
sprache. — Ich verstehe besser als ich spreche. 

Man merkt ihm in der Aussprache den Aus- 
länder fast gar nicht an. — Sie haben eine sehr 
korrekte Aussprache. — Prosa lesen Sie recht 
gut, aber Verse können Sie noch nicht lesen. 
Das ist Mangel an Übung. 

"Wo haben Sie Ihr Deutsch gelernt? Seit 
wann treiben Sie es? 



11. ^) Entschuldigen Sie mich gebraucht man, 



— 47 — 

i'nn. — zi zint ze'.i 'cjyitic. — (das ist) ze.i 
'li*bmsvYrdi9 fon i'nn, ,das zi mic (mal) 
ba'zurxn. 

11. maxn zi 'kaena '^umjtsnda, (,maxn 
zi kaene ja'Jictn!) 

bita ,maxn zi zic 'kaena '9umjtend8 maen(9)t- 
ve'jan. ^asn zi zic dur9 mic ja: ni9t 'jt0:rd-n 
['Jt0'Jn]. — 'Jiöivd 19? o 'bite, nict im ja'riijstn. 

ent'Juldjan zi* (, vsn 19 zi* ba- 
Isstja). o 'bito ! — par'doi] ! 'bita ! — snt- 
'Juldjan zi, 19 hops ni9t ap'zi9tli9 jatcim 
[es ,va'r ni9t maena ''?apzi9t], fa'tsaen zi", 
vsn 19 zi unt.i'brs9a. — f.i'tsae(a)n zi 
gnae'dja frao, 19 'glaoba zi zint im '^irtu'm. — 
sr'laobm zi, das ist 'maen re'jnjirm. 

12. Jpr£9n zi fran'ts0:zij? jai, '?£tvas. 
19 kan ,gra'da ja'nuix, um mi9 f.i'JtEntli9 
tsu maxn. — "PeJ 'jpriot as 'laetli9, ja'lavfic. — 
ea kan [ — Jraept] fran'ts0:zij vi zaena 'muti- 
Jpra'xa. — 19 £i'Jte:a bss.i als 19 'Jprsca. 

man ^msrkt i'm in d.i '9aosJpra*xa den ''Paos- 
Isnd.i fast 'gar ni9t "Pan. — zi habm aena zei 
ko'rekta ,9aosJpraxa. — 'proiza le'zn zi re9t 
'gu:t, abj 'fsrza kenn zi nox 'ni9t le'zn. 
'das (i)st ,mai)al an 'Vyiburj. 

vo" ,h.abm zi i.i doytj ja'krnt? ,.zaet 
van 'traebm zi es? 



wenn man durch ein Geschäft oder dergleichen 
plötzlich abgeinifen wird und weggehen mufs. 



— 48 — 

Wie heifst das da? Was bedeutet das auf 
englisch ? Wie keifst Hammer auf französiscli ? 
Wie sprechen Sie Ihren Namen aus? — Wie 
wird eigentlich Pulver ausgesprochen? — Das 
wird verschieden ausgesprochen '). — Wie wird 
das Wort geschrieben ? — Das ist der stehende 
Ausdruck. 

Bitte, lassen Sie mir nichts durchgehen, na- 
mentlich nicht Aussprachefehler. Seien Sie so 
gut und verbessern Sie mich, wenn ich Fehler 
mache. 

Spreche ich zu schnell? Sprechen Sie, bitte, 
langsamer [ — lauter]. — Verzeihen Sie, ich habe 
nicht ganz verstanden. — Wie meinen Sie ^) ? Wie 
sagten Sie? Wie? 

13. Kann ich vielleicht Ihren Herrn Vater 
sprechen? — Entschuldigen Sie, Herr Heyse, ich 
möchte gern etwas mit Ihnen besprechen. 

Bei Gelegenheit wollen wir noch einmal 
darüber reden, — Er hat mir allerdings davon 
erzählt. — Man spricht jetzt von weiter nichts 
(als davon). 

Ich plaudere gern mit ihm. — Wir haben über 
alles Mögliche geredet, über Politik M, über Han- 
del, über Literatur und über Kunst. 

12. ') In den Wörtern Pulver, SUave, brave, Larve 
wird in ISTorddeutschland das v meist als [v], in Süd- 
deutschland als [f] avisgesproclien. 

-) Wenn man jemand nicht verstanden., fragt man 
am höflichsten Wie meinen Sie (, bitte)? (sehr ge- 



— 49 — 

vi haest 'das da"? vas b8,d0Yt(8)t das aof 
^sijlij? vi haest 'hanu aof fran,ts0:zij':' 
vi Jprscn zi iran na'mm '?aos? — vi* 
,virt 9aejntlic pe' u" 'Pel lao e' "?zy 9aos- 
jaJprDxn? — das virt f.i'Jiidn "Paosjajproxn. — 
vi* ,virt das vort ja'Jriibm? — ,das is(t) dea 
,Jte:(9)nd8 '9aosdruk. 

bita ,lasii zi mia 'nicts 'durcge'n, na:- 
in(n)tli9 nict '9aosJpra*xafe"l.i. 'zaen zi zo 
gu't unt f.i'bssjn zi mic, ven ic 'fe:ü 
maxa. 

Jpr£9 19 tsu 'S'o.d? 'Jp^-911 zi ^^^^ 
'lai)zamj [laota]. — fa'tsaen zi, 19 haba 
ni9t gants f.i'Jtandn. — 'vi maenn zi"? 'vi' 
zü'xtn zi*y 'vi'? 

13. ,kan 19 filae9t i.in han 'faiti 
Jpr£9n? — eiit'JuldJ9n zi lisr 'haeza, 19 
m89t9 'gsm stvas mit i'mi b9'Jprc9n. 

bae ja'leijnhaet vobi vi.i nox ,'?aenmal 
darybi 'reidn. — eJ hat mij: aLi^diijs dafon 
i'ts0e:lt. — man Jpnct jstst foii vaeti 'iii9ts 
(als 'da:fon). 

19 plaodra 'gern mit i'm. — vi.i ha'bm yba 
9al9s 'mü:cli99 J8re'd(9)t, y'bJ poli'tiik, ybJ 
jhandl, y'bj litara'tui.i unt y'b-i 'kunst. 

bräuchlich auch Pardon?). Wie beliebt? hört man viel 
in Geschäften seitens der Verkäufer. Was? wird nur 
unter guten Bekannten gebraucht. Wie? ist höflicher 
als ivas? 

13, ^) Die meisten Fremdwörter auf -ik haben 

Meyer, Deutsche Gespräche. 4 



— 50 — 

Ich will Ihnen was sagen. — Das habe ich 
ihm gleich gesagt, aber er hat ja nicht hören 
wollen. — Er sagt, ich werde nicht angenommen. 
Und ich kann dir sagen, du wirst. — Das wollte 
ich gerade sagen. — Die Leute sagen [Es heifst], 
er wäre ein bifschen faul. — Es sieht aus, als 
ob er sich über uns lustig macht [ — *als ob 
er uns anulken will, *uns uzen will]. — Wie 
gefällt Ihnen mein Reisegefährte '? — Sagen Sie 
doch dem Mädchen, sie möchte frisches Wasser 
heraufbringen ; ich will mir die Hände waschen. — 
Weifst du [Hör' mal], Johanna, du könntest mir 
wohl den Knopf hier annähen. 

14. Borgen [*Pumpen] Sie mir einen Bogen 
Papier; ich mufs ihm gleich schreiben, was 
passiert ist. — Heute früh habe ich einen Brief 
von meinem Vater bekommen : ich soll mit der 
Abreise noch eine Woche warten. — Ich habe 
schon lange keine Nachrichten mehr.' von ihm. — 
Sie zeigen ihre Verlobung an. 

Ich habe ihn gefragt, ob ihm alles so recht 
ist, wie ich's angeordnet habe ; er hat aber noch 
nicht geantwortet. — Entschuldigen Sie, ich 
möchte Sie gern was fragen [ich habe eine Bitte 
an Sie]. 

Er redet unaufhörhch. — Er ist nie still. — 
Sei ruhig ^)! — Still! aufgepafst! 



den Akzent auf der vorletzten Silbe: Logik, Rhythmik, 
Ästhetik; Gymnastik, Grammatik , Arithmetik, Panik usw. 
Den Akzent auf der letzten Silbe haben Musik, 



— 51 — 

IC ,vil i'nn vas 'zci:gn. — das herb 19 
i*m 'glaec jaza'xt, abJ e.i hat ja nipt 'hoirn ['her.in] 
vobi. — e.i 'za:xt, 19 ve'jd(9) ni9t '9anjaiiOmin. 
unt '919 kan du za'gn, du 'virst. — das volt 
19 'graid 'zaign. — di lovtQ za:gn [es 'haest], 
e.i vseT 8n [vaeMn] bis9n 'faol. — es zi't '^aos, als 
,9Dp (e)i zi9 'J'yb.i uns 'lusti9 itiaxt [ — *als ,'?Dp 
.1 uns ''PanPülki) vil, — *uns '?u:tsn vil]. — vi" 
ja'fslt rnn maen raezajefse'.ita. — 'za:gn zi 
dox dem ,mget9n, zi m8ct(8) frij(8)s 'vasJ 
(h.i)raofbrii}i] ; 19 vil mi.i di 'henda vajn. — 
'vaes(t) du ['hoM med] jo,hana, du kentst mij 
vol du 'knöpf (h)ia ,'?an9e"n. 

14. 'borjn [*'pumpm] zi mij aenn [mi.m] bo'gn 
pa'piiJ; 19 ,m.us im glaec 'J^aebm, vas 
pa'sii.it is(t). — h0i't(9) 'fry: hab 19 aenn 'bri:f 
fon mae(n)m Taiti bakomm: 19 zol mit dej 
''r'apraeza nox ,aena voxa 'vartn. — 19 hap 
Jon 'laga kaena 'naxrictn meJ fon i'm. — 
zi 'tsaejn ira f.rioibui] an. 

19 hab in ja'frciixt, ?Dp im alas zo 'r£9t 
ist, vi* 19s '9anja9ordnt ha'ba; ej ,hat aba nox 
ni9t ja''?antvort(a)t. — ^snt'Juldjn zi, 19 
,m89ta zi gern vas 'fra:gn [19 ha'b(a) aena 'bita 
an zi']. 

e.i re'd(a)t ''?unaof'h0Mli9. — ea ist 'ni: 'jtil. — 
zae 'ru:i9! — 'J^'l- '^üofjapast! 

Physik^ Politik, Kritik, Republik, Fabrik. In Mathematik 
ist die letzte oder vorletzte Silbe betont. 

U. 1) Gröber: HaW den Mund! Vulgär: Baie 
den Rand! HaWs Maul! Half die Schnauze! 

4* 



15. Ich glaub's Ihnen *). — Ich glaube, es 
ist zwecklos. — Ich glaube nicht, dafs er heute 
Abend wiederkommt. — Er denkt [Er bildet sich 
ein], er hat recht. — Er wird froh sein, dafs 
er so leichten Kaufs davonkommt. Ja, das glaub' 
ich auch. — Ich glaub's nicht. 

Seit Mittag ein Fufs Schnee ? Na, wer das 
glaubt ! [Unsinn !] ^) — Reden Sie das andern 
vor [Machen Sie das andern weis !]. 

Was ! Du glaubst es nicht? — Ich bezweifle, 
dafs er das tut. — Glauben Sie nicht, dafs das 
wahr ist? Daran ist gar nicht zu zweifeln. 

16. Meiner Ansicht nach hat er nicht Un- 
recht. — Ist das wirklich Ihre Ansicht ? — Das 
ist meine Meinung. — So denke ich darüber. — 
Was meint er dazu? 

Ich finde, es ist recht töricht [dumm] von 
ihm, sein Geld so auszugeben. — Tun Sie ganz 
nach Ihrem Belieben. 

Der Hut steht Ihnen [kleidet Sie] aus- 
gezeichnet, gnädiges Fräulein. So ? [Wirklich ?] 
— Wie schmeckt Ihnen die Suppe ? Offen ge- 
standen, sie ist etwas zu scharf gesalzen. — 
Wie gefallt Ihnen mein neues Kleid ^) ? Es steht 
Ihnen ausgezeichnet. 



15, ') Glauben hat Dativ der Person, Akkusativ 
der Sache. Glauben an einen, fest auf ihn vertrauen 
(an Gott glauben). 

2) Andere Ausdrücke in solchem Fall: Ach waa! 
Ach, Dummheit! 



— 53 — 

15. IC Vjlaops rnn. — ic Vjlüob, (£)s is(t) 
'tsvsklos. — IC glaob(8) 'nict, das ei hOYt 
Vabmt 'vi'd.ikomt. — ea 'dsT]kt [e.i bildat zic 
'l^aen] , ea hat 'rect. — e.i virt 'fro: zaen , das 
ea zo ,lae9tn kaofs da'fonkomt. — ja:, das glaob 
19 '9aox. — IC 'glaops nict. 

zaet 'mitax '9aen fu's 'Jne:? na, ve.i 'das 
'glaopt ! ['9uiizin !] — ,re'dii zi das '9andJn 
foM [maxn zi das '9andJn vaes!]. 

'vas! du 'glüopst (8)s nict? — ic ba'tsvaefla, 
das er das ,tu*t. — 'glaobm zi nict, das das 
'va:r ist? 'daTan ist garnic tsu 'tsvaefln. 

16. 'maen.i 9anzi9t nax hat eJ ni9t '9ün- 
r£9t. — ist das Virkli9 "Prra '9anzict? — 'das 
(i)stmaena 'maenui). — 'zo* dsijkfa) '919 dary'b.i. — 
vas 'maent ei datsu* ? 

19 'find(8) es ist r£9t 't0:ri9t ['dum] fdn 
i'm, zaen 'gelt zo '9aostsiige"bm, — tu*n zi' 'gants 
nax iram [iMm] ba'li:bm. 

deJ 'hu:t Jte't rnn [klaefdajt zi] '?aos- 
J8'tsae9n(o)t, gnsedjas frovlaen. 'zo:? ['virkli9?] 
— vi 'Jmekt i'nn di zupe ? 9oln ja- 
'Jtandn, zi ist ,9etvas tsu Jarf ja'zaltsn, — 
vi' ja'felt i"nn maen nOYös 'klaet? es Jte't 
i'im '9aosja'tsae9n(8)t. 



16. ^) Kleid wird nur von der weiblichen, Amug 
von der männlichen, seltener der weiblichen Kleidung 
gebraucht. 



— 54 — 

Wir wollen ein bifschen in die Stadt gehen ; 
was meinen Sie ? — Was meinen Sie zu seinen 
Unternelimungen ? — Ist er fertig ? Ich glaube 
nicht. — Ja, ich denke. 

Was , Sie haben den Regenschirm mit- 
genommen ? Ja, ich dachte, es würde regnen. — 
Na, (wir) wollen nicht mehr dran denken! 
[*Schwamm drüber!]. 

Denken Sie sich blofs, er will wieder hei- 
raten, in dem Alter! Nein, so was! 

17. Er weifs noch nichts davon. Er weifs 
mehr davon , als er sagt. — Kennen Sie 
den Weg? — Sie wissen nicht, was in Berlin 
passiert ist? Das steht ja in allen Zeitungen 
[Blättern]. — Ich hab's schon lange gewufst. — 
Ich weifs sehr gut, dafs sie (intim) befreundet 
sind. — Hat er schon unsere Museen gesehen? 
Das weifs ich wirklich nicht. — So viel ich 
weifs, versteht er nicht gerade viel von Gre- 
mälden. — Wer weifs ? — Er kann weder lesen 
noch schreiben. — Unser Mädchen hat noch gar 
nicht gedient; sie kann noch gar nichts, nicht 
einmal Stiefel putzen und Betten machen. 

18. Ich habe mich geirrt [versehen]. — Er 
hat sich um eine Mark geirrt. — Nein, ist das 
dumm ! Nun habe ich einen falschen Schlüssel 
genommen [eingesteckt]. — Nummer 8 war's, 
wenn ich (mich) nicht irre. — Da(rin) täuschen 
Sie sich. — Ich habe mich versprochen, ver- 



— 55 — 

vij ,volu (ae)n biscn m di 'Jtat ge'n; 
vas 'maenn zi? — vas 'maenn zi tsu zaeim 
ünti'neimuijr) ? — Pist ei Tsrti9? 19 'glaoba 
'ni9t. — Ja:, 19 'd£i]k(8). 

'vas, zi habm d(e)n rerjnjirm mit- 
janDmm? Ja:, 19 'daxt(a), as virda 're:jnn. — 
'na, (vi) ,vobi 11191 mei dran 'deijkl) 
['Jvam dryba!]. 

'degki] zi Z19 ,blo's, e.i ,vil vi'di 'hae- 
ra'tn, m 'de:m '?alta ! ,naen, 'zo: vas ! 

17. e.i 'vaes nox ni9ts da,fon. ei vaes 
'me:J dafon als 6.1 'za:xt. — ,ksnn zi 
den 've:9? — zi 'visn ni9t, vas in bJ^lm 
pa'siut ist? das 'Jte:t ja in abi 'tsaetüiji) 
['bkt.m]. — 19 ,haps Jon 'laija javust. — 
19 ,vaes ze.i 'gu:t, das zi (in,ti*nij ba'frOYndat 
zint. — ,hat e.i Jon unzra niu'ze:an ja,ze*nr 
das ,vaes 19 'virkli9 ni9t. — zo ,fii 19 
'vaes , fa'Jte:t bj ni9t grada ,£.'1 fon ja- 
,mgeidn. — vea 'vaes. — eJ ,kan vedi 'le:zn 
nox 'Jraebm. — unz.i 'mae't9n hat nox ,gar 
ni9t ja'di:nt; zi ,kan n3x 'gar ni9ts, ni9t 
,9aenmal 'Jtiifl putsn unt 'bstn maxn. 

18. 19 liab(aj nii9 ja''?irt [tYze:(a)n]. — eJ 
hat Z19 um "f^aene 'mark ja,9irt. — 'naen, ist das 
'dum! nun hab 19 (aenjn faljn 'Jlvsl 
ja,n3mm [,'PaenjaJtskt]. — numJ ''Paxt vars. 
vsn 19 (mi9) m9t ,9ira. — da(rin) 'tOYji] 
zi Z19. — 19 hab mi9 fa'Jproxn, fi- 



— 56 — 

schrieben ^). — Er verwechselt immer die Namen. 
— Die beiden Pakete hier sind aus Versehen 
verwechselt worden. — Ach entschuldigen Sie, 
[Pardon!] ich habe Sie für jemand anders ge- 
halten. 

19. Sind Sie in Berlin bekannt [Kennen Sie 
Berlin] ? — Kennen Sie Herrn Wagner ? Ich 
kenne ihn nur ganz oberflächlich. — In der Fa- 
milie habe ich sehr viel verkehrt. — Ich kenne 
ihn nur dem Namen nach ( — dem Aussehen nach, 
von Ansehen]. — Das ist ein alter Bekannter 
von mir. Ich habe seine (ihre) Bekanntschaft 
gemacht, wie ich zum ersten Male in Paris war. — 
Ich höre , er hat sein ganzes Vermögen 
verloren. 

20. Ich kann mich noch sehr deutlich daran 
[an ihn] erinnern. — Das erinnert mich an die 
Zeit, wo wir zusammen auf dem Gymnasium 
[auf der Universität, auf der Hochschule, auf der 
Akademie ^)] waren. — Ich erinnere mich, dafs ich 
ihn einmal abends beim Bankier Herzog gesehen 
habe. — Ich besinne mich darauf: es war an 
seinem Geburtstage. — Jetzt fällt mir die ganze 
Geschichte ein. — Erinnern Sie ihn daran, dafs 



18. ^) D. h. einen Fehler beim Sprechen, beim 
Schreiben gemacht. 

20. ^) Unter Hochschule schlechtweg versteht 
man im allgemeinen eine technische oder ländwirt- 



— 57 — 

'Jriibm. — eJ fa'vskslt imj di 'naimin. — 
di baedn pa'keita hi.i zint aos £i,ze:ii 
fj'vskslt vordn. — ?ax snt'Juldjn zr, 
[par'doij !] ic liab(8) zi fyj je'mant '9andas ja- 
haltn. 

19. zint zi m bJ,li*n b8'kant ['kenn zi 
ba,li"n] '? — ^enn zi ha*n 'vaignj ? 19 ,ken(a) 
rn nuJ gants '9o:bjflsclic. — in de.i fa- 
pni'lja hab 19 ze.i ,fi*l fr'kei.it. — 19 ^ksnfa) 
i'n nuJ dem naimn nax [ — dam '9aosze"n nax, 
fon '9anze*n]. — ,das (i)st (ae)n '"PaltJ ba'kanti 
fon mij. 19 habfa) zaene (i'ra) ba'kantjaft 
jamaxt, vi* 19 tsum ,9eustnnial in pa'riis vor. — 
19 ^0T8 [h0M] , ei hat zaen gantss f.i'möijn 
filo'Jn. 

20. 19 ,kan mi9 nox zeM 'dOYtli9 daran 
[an i'n] .i'^inJn. — das .i'9inat nii9 an di 
'tsaet, vo vi.i tsu'zamm ciof dam gY[i]m'na:zJDm 
[aof de.i 9univsrzi't3e:t, aof de.i 'hoixfu'la, aof de.i 
^akade'mii] va'rn. — 19 i'9inra [j'9in.i] mi9, das 19 
i'n aenmal '9a:bmts baem baijkja* 'hsrtsox jaze'ii 
haba. — 19 ba'zin(aj mi9 daraof; es ,va"r an 
zaenm ja'buMtstü'ga. — jetst fslt mij di 'gantsa 
]aji9ta '9aen. — a'9in.in zi i'n daran, das 



schaftliche Hochschule oder die Königl. Hochschule 
für Musik, unter Akademie eine Akademie der Künste 
^Malerei, Bildhauerei) oder auch eine Forst-, Berg- 
akademie. 



er auch hmgeht. — Morgen mnfs ich an den 
Onkel ^) schreiben; bitte, erinnere mich daran. 

21. Ich komme nicht auf seinen Namen ; er 
schwebt mir auf der Zunge. — Ich habe seine 
Sclirift sofort erkannt. — Ich glaube, den Herrn 
dort kenne ich. — Ich habe ihn an seinem Bart 
erkannt. — Das kann ich unmöglich alles be- 
halten [mir alles merken]. 

Er hat vergessen, ims den (Band) Nietzsche 
wiederzubringen. Gewifs wird er ihn verlegt 
haben. — Vergessen Sie nicht, die Türe zuzu- 
schliefsen! — Das vergifst sich leicht. — Ich 
werde dir ein gutes Buch geben, damit du 
dailiber deine Sorgen vergifst. 

22. Haben Sie gut geschlafen? Ja, sehr 
gut. — Ist schon zum Essen gerufen worden? 
Nein, (bis jetzt) noch nicht. — Er hat also seine 
Tochter nicht gesehen? Ja (doch). — Wo ist 
denn meine Schwester? oben in der Stube? 
Ja, ich glaube. 

Ist das alles ? Allerdings. — Sie sind wohl 
recht müde, Herr Assessor ? Ach nein. — Geniert 
Sie das Rauchen, gnädige Frau? Nicht im 
geringsten [Durchaus nicht]. 

Ist das richtiges Deutsch ? Ja. — Dann hätte 
er's uns doch mitteilen müssen. Freilich ! — Sie 



20» ^) Für die männlichen Verwandtschaftsbezeich- 
nungen werden gerne die deutschen Ausdr'lcke ge- 
braiTcht (Onkel — Oheim, Cousin — Vetter), da- 



— 59 — 

6J '?aox hinge't. — 'morjn mus 19 an dn 
■paijkal Jraebm; bita a'^inra [.i'Pm.i] mic daran. 

21. 19 'koma ni9t aof zaenn naimm: eJ 
Jveipt mi.i aof de.i 'tsuija. — 19 hab(9) zaena 
Jrift zo'fort .i'kant. — 19 glaob(8), den 'lism 
dort 'ksn(9) 19. — 19 ha*b rn an zaenm 'ba'rt 
.i,kant. — das kan 19 un'm0:9li9 9al9s ba- 
'haltn [mij "Palas merki)]. 

ei hat fa'gssn, uns d(a)n (bant) 'ni:tj8 
vi'dJtsubriiji). joVis virt (e)a i'n fjle:9t 
habm. — fj^gssn zi ,ni9t di 'tyire ['ty:J] ,tsutsu- 
Jli'sn! — das fj,gist ZI9 laect. — 19 
ve'jda dii (aejn gutf9)s 'bu:x ge'bm, da,mit du 
darj-'bJ daena 'zorjn f.i,gist. 

22. habm zi ,gu:t ja'Jlaifn? jai, 'zeii 
gu"t. — ist Jon tsum '"Pesn .J9ru"£ti vordii? 
'uaen, (bis jstst) nox 'ni9t. — e.i ,hat alzo zaena 
,toxt.i ni9t ja'zein? ja: ('dox). — ,vo" (i)st 
[vo ,ist] dsn maena 'Jvsst.i? ,9o'bm in d.i 'JtU'ba? 
ja:, 19 'glaoba. 

ist das 'Palas? 9alj'dii]s. — zi ,zint vo'l 
r£9t 'my:da, her a'sssor? Vax naen. — jeniiat 
[ja'nii.it] zi das 'raoxn, gneedja £rao? ,ni9t im 
ja'riijstn [dur9'9aos ni9t]. 

,ist das ,ri9tjas 'dovtj? ja:. — dan ,het 
eis uns dox ,mitaebi mvsn. 'fraehc ! — zi 



gegen sind die Lehnwörter Tante und Cousine (für 
MuJime und Base) in Norddeutschland noch durchaus 
üblich. 



— 00 — 

sind also ganz allein gegangen? Ja. — Johann, 
gehen Sie imd holen Sie Schnur [Bindfaden], 
das Paket hier zu binden [verschnüren] ; aber 
kommen Sie so schnell wie möglich wieder! 
Ja [Zu Befehl 1)]. 

Rauchen Sie ? Ja. Nun, ich nicht. — "Wer 
von euch hat die (Fenster- )Scheibe hier zer- 
schlagen? Ich nicht, Mama. Ich auch nicht. 
Ich bin den ganzen Nachmittag im Garten 
gewesen. Ich auch. 

Habe ich die Ehre, Herrn Fiedler zu 
sprechen? Zu dienen. 

23. Hören Sie, Herr Vischer, heut nach- 
mittag machen wir eine Kahnfahrt ; kommen Sie 
mit? Mit dem gröfsten Vergnügen. 

Komm, wir wollen eine Droschke [einen 
Wagen, einen Taxameter ^)] für heut abend be- 
stellen. Mir ist es recht. [Ich bin dabei.] — 
Wollen Sie mir das Buch besorgen ? Sehr gem. — 
Bitte, streifen Sie mir doch mal meinen Ärmel 
auf-, ich habe nasse Finger. Mit Vergnügen. — 
Ich stehe Ihnen zu Diensten. — Also, abgemacht, 
Sie kommen heut Abend wieder und sagen uns 
Bescheid, was er dazu meint. — Ich erwarte 
Sie also vor dem Rathaus, wenn's Ihnen recht 
ist. Ja, schön. 



22. ') Antwort des Untergebenen gegentiber 
dem Vorgesetzten beim Militär. 

23. ^) Der Taxameter , eine Droschke mit auto- 
matischer Angabe des Fahrpreises je nach der Fahr- 



— 61 — 

zmt alzo gants a'laen J8,gar]i]? 'ja:. — jo'han, 
'gern zi unt ^o:ln zi 'jnnu ['bmtfa'dn], 
das pa'ke:t hij tsu ,bindii [fajny.un] ; aba 
,komm zi zo 'jnd vi m0'clic Vi'da! ja: 
[tsu b'fe:l]. 

'raoxn zi*? ja:, nu'n, ,9ic 'nict. — Ve'J 
fon 0Y9 hat di 'fsnstjjaeba [di 'Jaeba] h.ij ts.i- 
,Jla:gn? '9ic '1119t, ma,ma:. ,Vic '9aox nict. 
IC bin den [dei]] 'gantsn nax,Biitax im 'gartn 
J8ve:zn. ,9ic '"^aox. 

,haba ic" di ,9e'ra, hsrn 'fi:dLi tsu Jprs9n? 
tsu 'di:nn. 

23. 'Ii0:ran [hoi.m] zi her [h.r] /i/.i, hovt 
nax'mitax maxn via aena 'ka:nfa"rt; ,komni zi 
'mit? mit dem ,gr0*stn £i'gny:jn. 

TiOm, vi.i voln (ae)n9 'drojka [(aen)n 
Va:gn, (aen)n ,taksa'me:ti] fyj hoYt ,?a:bmt ba- 
Jtsln. 'mi:.i ist as 'rsct. ['9ic bin da'bae]. — 
,voln zi niij das bu'x ba'zDrjn? zeM 'gern. — 
bita, 'Jtraefn zi mi'r dox mal maenn 'Vermal 
Qof; IC hab(a) nasa fig.i. mit £i'gny:jn. — 
IC Jte:a "Pi'nii tsu 'di:nstn. — 9alzo' 'Vapjamaxt, 
zi ,komm hoYt 9ü:bmt 'viid.i ünt ,za'gn uns 
ba'Jaet, ,vas e.i datsu 'maent. — ic j'varta 
zi alzo fo.i dam 'ra:thüos, vens i"nn 're9t 
ist. 'ja:, 'J0:n. 

strecke (die Taxameterkutscher tragen weifslackierte 
Hüte im Gegensatz zu den schwarzlackierten der 
übrigen), verdrängt mehr und mehr in den gröfseren 
Städten die srewöhnlichen Droschken. 



— 62 — 

24. Na, wie sind Sie mit dem Schneider 
zufrieden, den icli Einen empfolilen habe? 0, 
sehr. — Ist Dmen das recht [Palst Ihnen das] ? 
So will ich's gerade. Das pafst mir ausgezeichnet. 

— Das gefällt mir sehr. — Ja, ich merkte schon, 
dafs ihm das durchaus nicht recht war, dals er 
nicht machen konnte, wie er wollte. — Ich bin 
kein Freund von Dilettantenkonzerten. — Ich 
kann den Menschen nicht leiden [ausstehen]. — 
Ich kann den Tabaksrauch nicht vertragen. 

25. Essen Sie gern Fisch? Trinken Sie 
gern "Weifswein ? "Wie gefällt Ihnen diese Aus- 
sicht? Spielen Sie gern Schach? Sind Sie Musik- 
freund ? Das Brot schmeckt mir sehr gut. Das 
Kleid gefällt mir sehr. Die Idee gefäUt mir. — 
"Was mir an ihm nicht gefällt, ist, dafs er 
keinen Spafs versteht. — Ich habe es nicht gern, 
dafs man so viel Lärm um nichts macht. — Es 
wäre mir sehr lieb , wenn er's tun wollte. — 
Gehn Sie gern spazieren? — Er läfst sich gern 
bitten. — Heute abend möchte ich ins Theater 
gehen. — Was ist Ihnen [trinken Sie] lieber, 
Tee oder Kaffee ? Ja, das ist schwer zu sagen. 

— Das andre Zimmer wäre mir Heber. 

"Welchen Wein trinken Sie am liebsten ? — 
Das ist mein Lieblingsdichter. — Das ist mein 
Leibgericht. 

26. "Womit kann ich Ihnen dienen? Ich 
möchte gern [Ich bitte um] sechs Bogen Schreib- 



— 03 — 

24. 'na, vi" ,zint zi mit dam JnaedJ 
tsu'£ri:dn, den ic i'nn sm'pfo.'ln habe? 'o:, 
'zeiJ. — ,9ist i'nn das 'rect [past i'nn das]? 
zo' Vil ics gra'de. das ,past mi.i '9aosJ8'tsaecn(y)t. 
— das J8'f£lt. mij 'ze:a. — ja* , ic 'merkte Jo"n, 
,das i'm das durQ,?aos nict 'rsct vü"r, das e.i 
nict 'maxn konta, vi '?eia volta. — ic bin 
kaen 'frovnt fon dile'tantnkontssrtn. — 19 
kan den ^msnjn ni9t 'laedn ['9aosJte'n]. — 
19 kan d(8)n 'tabaksraox nict fa'traign. 

25. ,9£sn zi gsrn 'fij? ,trii)ki) zi 
gern 'vaesvaen? vi* ja'fslt i'nn di'ze '9aos- 
zi9t? Jpi'ln zi gern 'Jax? zint zi mu'zi'k- 
froYnt? das 'broit Jmskt mi.i ze'J 'guit. das 
,klaet ja'fslt mi.i zeM. di' i,de: ja'felt mi'J. — 
,vas mia an i'm nict ja'felt, ist ,das ei kaenn 
'Jpa:s fjjte't. — 19 ,ha'b es [lia'ps] ni9t 'gern, 
das man zo fil 'lerm um 'ni9ts maxt. — es 
,vaB'J miJ zeM 'li:p, ven eas ,tu'n wolta. — 
,ge'n zi gern Jpa'tsiun? — e.i ,l£st Z19 gern 
'bitn. — hOYt(8) ''Püibmt m89t 19 ms te'a:ti 
ge'n. — ,vas ist i'nn [trii]kr) zi] 'li:b.i, 'te: o'dJ 
'kafe'? 'ja [9a], das ist Jve'J tsu 'za:gn. — das 
'Sandra tsima vse'J mia 'li:bi. 

'v£l9n vaen tr]i]kr) zi am 'liipstn? — 
,das ist maen 'li'plii]sdi9ta. — ,das ist maen 
laepjari9t. 

26. ,vo'mit kan (1)9 i'nn 'diinn? 19 
,in89t(a) gern [19 ,bit(9) um] 'zeks bo'gn 'Jrae(p)- 



— Öl- 
papier. — "Was wollen Sie von mir ? — Man muf s 
ihm schon seinen Willen tun. 

Wenn ich könnte, wie ich wollte, ginge ich 
heut abend nicht auf den Ball. — Tun Sie, was 
Sie wollen. — Wie Sie wünschen. — Darf man 
hier spazieren gehen? So viel Sie wollen. — Ich 
möchte wissen, was in dem Briefe steht. — Das 
hätte ich sehen mögen! 

Was wünschen Sie, gnädiges Fräulein? 0, 

ich danke , ich suchte meine Mutter ; da ist 

sie schon. — Das läfst nichts zu wünschen 
übrig. — Ich wünschte, er käme. — Wenn er 
nur zur Zeit käme ! — Ich hoffe aber, ich kann 
mich auf Sie verlassen. — Ich hoffe, Sie gehen 
noch nicht. — Ob wir morgen unsre Schlitten- 
partie werden machen können ? Hoffentlich [Ich 
denke doch]. — Ich mufs gestehen, das hätte 
ich nicht erwartet. 

27. Ich wäre sehr froh, wenn Sie's an meiner 
Stelle [für mich] tun könnten. — Das ist mir 
sehr lieb (seinetwegen). — Freut mich sehr, Sie 
zu sehen. — Gut, dafs wir die ersten sind. — 
Glücklicherweise wufste er nichts davon. 

Nicht wahr, das ist hübsch. — Das ist 
wunderschön. — Prachtvoll ! — Reizend ! — Das 
tut so recht wohl, wenn man sich mal einen 
Augenblick ausruhen kann. 

Man sieht sich's gern an [So was sieht man 
gern]. — Herr Kiesow hat sich nach Ihnen 
erkundigt; schreiben Sie ihm doch, das wird ihn 



— 65 — 

papi'J. — vas 'voln zi fan mi*j? — man ,mus 
im Jon zaenn 'viln tu'n. 

vsn 19 'k8nt(8), vi ic 'vDltfa), gii) 19 
liovt 9a'bint 'ni9fc aof d(9)n ,bal. — 'turn zi vas 
zi 'voln. — ,vi* zi 'vvnjn. — ,dar£' man 
hii Jpa'tsii.in ge'n"? zo 'fi:l zi ,v.iln. — 19 
m89t(8) 'visn , vas m dem bri"f 'Jteit. — 'das 
het IC 'ze:n m0'jn ! 

vas 'vvnJn zi, gnss'djas frovlaen? ,9o:, 

19 'dagka , 19 ,zu'xt8 maena 'mutJ ; da 

'■Pist zi Jo"n. — das kst ,ni9ts tsu vvnJn 
'y:bri9. — 19 'vYnJt(8), e.i 'kseima. — ,V£n e.i 
nuj tsuJ 'tsaet kae'ma ! — 19 ,hof8 abJ , 19 ,kan 
mi9 aof zi fa'lasn. — 19 hofa, zi 'ge:n 
nox ni9t. — ,9op vi.i morjn unzra 'J^itn- 
parti* veadn ,maxn kenn? 'hofntlm [19 'dsijke 
dox]. — 19 mus ja'Jtein, das list (1)9 ni9t 
•i'vartrit. 

27. 19 vse.i ze.i 'fro: , V3n 'zi:s an maeni 
Jtsla [fy.i mi9] ,tu:n kentn. — ,das (i)st mi.i 
ze.i 'li:p (,zaenatve'jn). — /rDvt mi9 'zeM , zi* 
tsu 'ze:n, — 'gu:t, das vi.i di '"Perjstn zint. — 
ghkli9i'vaeza 'vust(a) eJ nmts dafon. 

nT9t 'va:r, das (i)st 'liYpJ. — das (i)st 
Vund.i,j0*n. — 'praxtfol! — 'raetsnt! — das 
,tu*t zo r£9t 'vo:l, vtn man ZI9 mal (aen)n 
,?aognblik '?aosru"n kan. 

man zi"t ZI9S 'gsrn ''Pan [,zo' vas zi*t man 
'gern]. — lis.i 'ki:zo* liat ZI9 nax i"nn 
a,kündi9t ; 'Jracbm zi im dox , das ,virt i*n 

Meyer, Deutsche Gesprilche. ') 



— 66 — 

freuen. — Nächsten Sonntag sind wir wieder in 
Hamburg; wird das hübscli sein! ich freue mich 
schon darauf, die Bekannten alle wiederzusehen. 
— Freuen Sie sich nicht zu sehr darauf, — Wir 
haben sehr viel Vergnügen gehabt auf demLande; 
die Zeit ist nur so rasch verflogen. — Nun, wie 
haben Sie sich Dienstag auf dem Ball amüsiert? 
Mäfsig. — Viel Vergnügen (zum Konzert, zum 
Theater)! — Viel Glück! 

28. Es war ihm recht langweilig bei uns ; 
ich glaube, er hatte Heimweh. Den ganzen Weg 
hat er uns mit seinen Geschichten gelangweilt. — 
Ist das langweilig, die Vokabeln hier alle zu 
lernen! — Es ist recht dumm, dafs ihr noch 
nicht fertig seid. — Das ist fatal! — Das ist 
allerdings ärgerlich. — (Wie) schade ,' dafs , er 
morgen nicht kommen kann. — Ach, das wäre 
schade ! 

Leider habe ich nur wenig Zeit für mich 
übrig. — Es tut mir nui' um die verlorne Zeit 
leid. — Es tut mir sehr leid [Ich bedauere sehr], 
dafs ich Ihnen diesen Dienst nicht leisten kann. — 
Ich glaube , er bedauert es , dafs er sich die 
Dogge gekauft hat. Ich wufste es gleich, dafs 
er sie bald satt haben würde. — Das tut mir 
sehr leid. — Es tut mir leid Ihretwegen. — Es 
tut mir leid, dafs ich Ihnen so viel Mühe 
mache. 

29. Ich bin etwas ärgerlich auf ihn; er hat 
nicht Wort gehalten. — Ich bin ganz böse auf 



— 67 — 

'froYii. — nae'cstn 'zontac zmt ^^J vid.i m 
'hamburc; ,virt das 'hYpJ zaenl ic 'frov mic 
Jon daraof. di ba'kantn ala Vrd.itsuze'n. — 
'frOYn zi zic nict tsu 'zeM daraof. — xii 
habm 'zeu fil fj'gnyijn jahapt aof dam ,land8 
[aofm ,land] ; di ,tsaet ist nu.i zo raj £i'flo:gn. — 
'nu:n. vi habm zi zic 'dimstax aof d?m ,bal 
amy'zirJt? 'msersic. — ,fi"l f.i'gnyijn (tsum 
kon.tssrt, tsum te,a:t.i)! — ,fi'l 'ghkl 

28. £S vor i'm rsct 'larivaelic bae uns; 
IC 'glaob(8), ei hata 'haemve* — den 'gantsn Ve:c 
hat eJ uns mit zaenn jajictn ja'laijvaelt. — 
ist 'das laijvaehc, di vo'ka:bln hi.i 'i'ala tsu 
^smn! — öS ist rsct 'dum, das i.i nox 
nict 'fsrtic zaet. — 'das ist fa'tail! — 'das ist 
abdiijs '^srj.ilic. — (vi) 'Jaida, das e.i morjn 
nict 'komm kan. — '?ax, das vsera [vae.i] 
'Ja'ida ! 

'laed.i hab ic nu.i ,ve:nic 'tsaet fy.i mi9 
,ybric. — SS ,tu*t mi.i nu.i um die f.iloJne 'tsaet 
laet. — £S tift mi.i ze.i 'laet [19 ba^daora 'zei.i], 
das IC i'nn di'zn ,di:nst aict laestn kan. — 
IC glaob(8), eJ ba'daoJt (£)s, das e.i zic di 
,ddqB ja'kaoft hat. ic ,vust(8) ss 'glaec, das 
e.i zi balt 'zat habm vvrda. — das ,tu"t mii 
ze.i 'laet. — (s)s tu't mia 'laet ,'?i'r8tve'jn. — ss 
tu't mii 'laet, das 19 i'mi zo fil 'my:a 
max(8). 

29. 19 bin stvas ''Psrjjhc aof i"n: e.i hat 
ni9t 'vort jahaltn. — 19 bin gants 'bo:z(9) aof 



— 68 — 

ihn, dafs er uns nicht schreibt. — Sind Sie böse 
auf mich? — Seien Sie nicht böse [nehmen Sie's 
nicht übel] ! — Sie ist jetzt böse auf ihn. — Er 
trägt mir die dumme Geschichte nach, Sie wissen 
schon. — Seit zwei Tagen redet er nicht mehr 
mit mir ; ich weifs wirklich nicht, was ich ihm 
getan habe. — Sie stehen auf etwas gespanntem 
Fufs. — Jedesmal, wemi die zusammenkommen, 
zanken sie sich. 

30. Das ist mir gleichgültig [egal, *'Wurst, 
*Schnuppe, *Pipe], wenn sie mich nur in Frieden 
[Ruhe] lassen. — Das ist ganz gleich. — Ach 
so ! das ist ganz was andres. 

Weiter nichts ? Mehr nicht? — Es lohnt sich 
nicht, sich deshalb Umstände zu machen. — Das 
macht [tut] nichts. — Er will nicht mitgehen 
[mitkommen] ; schadet nichts , dann gehen wir 
eben allein. — Was kümmert mich das ! 

31. Das geht mich nichts an. Das ist Ihre 
Sache. — Das ist nicht meine Sache; wenden 
Sie sich an Herrn Voigt. — Ich mische mich 
nicht gern in fremde Angelegenheiten. — Küm- 
mern Sie sich um sich selber! 

Wissen Sie, Ihre Geschichte interessiert mich 
sehr. — ]\Iir liegt gerade am Original, nicht an 
der Abschrift. — Es liegt mir etwas daran, zu 
wissen, ob er es von selbst [aus eigenem Antrieb] 
getan hat. — Ich kann Ihnen sagen, er hält 
grofse Stücke auf Sie. 



— 69 — 

i'n , das e.i uns nict 'Ji'aept. — zint zi T30:z^8) 
aof mic? — 'zaen zi 1119t ^böiza ['ne:mm zis 
nict /"^yibl] ! — zi ist jstst 'b0:z(8) aof i'n. — ej 
^trsect mia di duma ja'Jicta nax, zi 'visn 
Jo*n. — zaet tsvae 'tciign 'reit e.i nict meM 
mit mi'J; IC vaes Virklic nict, vas (i)c i"m 
ja'ta:n liab(a). — zi Jto'n aof stvas jajpantm 
'fais. — je'dasmai, \zn di* tsu'zammkomm, 
'tsagki) zi zic. 

30. ,dasistmLi 'glaeccjYlt(i)c[e''?ga:l, *VLTjt, 
*'Jnup8, *'pi:pa] , ,Vcn zi mic nuM (ijn 'fri:dn 
['ruia] lasn. — ,das ist gants 'glaec. — "Pax 
'zo: ! 'das (i)st gants vas '9andJs. 

vaeta 'nicts? ,nie:.T 'nict? — ss 'lo:nt zic 
nict, zic ,dss(h)alp '9umjtsnd9 tsu maxn. — das 
'maxt ['tu:t] nicts. — eJ vil nict 'mitge'n 
['mitkomm] ; 'Ja'dat ['jait] nicts , dan ,ge*n vij 
e'bm 9a'laen. — vas kymat 'mic das! 

31. das ,ge't mic nicts 'Van. das ist '9i:ra 
zax9. — das ist nict 'maena zaxa-, ,v£ndn 
zi ZIC an hsrn 'fo:xt. — ic 'mija mic nict 
gern in frsmda 'Vanjale'jnhaetn. — 'kYm.m zi 
ZIC um ZI9 'zslba! 

'visn zi, i'ra ja'Jicta intars'siut mic 
zeu. — mi'.i ,li'ct grada am oriji'nail, ,nict an 
de.i '9apjrift. — es 'liict mii etvas da,ran, tsu 
'visn, 9op ei es fjn 'zelpst [aos 'Vaejnam 9antri"p] 
ja,ta:n (h)at. — 19 kan i'nn 'zaign, eJ helt 
,gro.sa 'Jtyka aof zi*. 



— 70 — 

32. Ich. glaube, er achtet nie auf das, was 
bei Tisch geredet wird ; er hat ewig seine Bücher 
im Kopf. Ja, das ist (nun mal) so: „Gelehrt, 
verkehrt", — Wollen Sie vielleicht aufpassen, 
dafs das Feuer nicht ausgeht ? — Ach, wollen Sie 
vielleicht drauf achtgeben , solange ich fort 
bin ? — Fallen Sie nicht [gleiten Sie nicht aus] ! — 
Vorgesehen! der Wagen! Na, wahrhaftig, der 
hätte Sie gleich überfahren ! — Passen Sie nur 
auf Ilire Sache auf! — ISiun trittst du mir auf 
mein Kleid; sieh dich doch vor. 

33. Was ist denn (los) ! Was gibt's denn? 
Nichts. — Was war denn? [Was hat's denn ge- 
geben ?] — Ist Ilmen irgendwas passiert ? — Wenn 
irgendwas sein [vorfallen] sollte, dann bitte, teilen 
Sie mir's mit. — Ist ein Brief für mich da ? — 
Ist jemand da? — Es ist ein Herr im Salon; 
der wünscht Sie zu sprechen. — Ich habe ziem- 
lich laut geklopft [— geklingelt], aber es scheint 
niemand im ganzen Hause zu sein. — Was gibt's 
Neues ? — Was haben Sie da? — Was macht Ihr 
da? — Was habt Ihr denn da zu lachen? 

GehörtIhnen der Hut? Nein, meinem Bruder. 
Wer ist denn da? Bist du's, Karl? — Wer ruft 
mich? — Wer hat (denn) das gemacht [getan] ? — 
Wer ist denn der Herr dort? Welcher? Der 
rechts. Das ist Professor Sievers. — Du, Kleine, 
wie heifst du denn? — Wen suchen Sie? 

34. Wie heifst er ? — Wie heifst denn dein 
Bruder ? — Mein Name ist Hübner. — Wen darf 



— 71 — 

32. IC ,glaob(8), e-i ''Paxtat ni" aof ,das, vas 
bae tij ja'reidat virt; e.i hat '9e:vic zaena 'by:c.i 
im köpf, ja ['ca, 'tca], das 'Pist (nun mal) zo": 
ja'leMt, f.i'keMt. — voln zi filaect aofpasn, 
das das Toyj nict ^'Paosge't? — ^ax 'vDln zi 
filaect draof '"Paxt ge'bm, zo ,lai)9 ic 'fort 
bin? — 'faln zi nict [,cjlaetn zi nict 'Paos] ! — 
Toijjaze'n! deJ 'va:gn! na var'haftic, dei 
hsta zi* 'glaec yb.i'fa:m! — ,pasn zi nui 
aof '?i:r9 zaxa 9aof! — nu*n ,tritst du mii aof 
maen 'klaet; 'zi: die dox ^ou. 

33. vas'9istd£n[vas(i)stdsn'lo:s]. vas'gi'pts 
dön. 'nicts. — vas Va'r dsn. [vas ,hats dsn J9- 
'ge:bm.] — ist i'nn ,9irjntvas pa'sirat? — vsn 
,9irjntvas 'zaen ['fo'.ifaln] zDlt), dan bito ,taeln 
zi mijs 'mit. — ist aen 'bri:f £yi mic ,da'? — 
ist je'mant 'da:? — ss ist aen 'hsr im zaybi); 
de.i ,vYnJt zi tsu 'Jprscn. — ic haba [hap] tsim- 
lic ,laot ja'klopft [ — ja'klirjlt] . ahi ss Jaent 
,ni"mant im gantsn 'haos tsu zaen. — ,vas gi'pts 
'nOYJS? — vas 'ha:bm zi ,da'? — vas 'maxt ij 
,da*? — vas ,lia*pt i.i dsn da tsu 'laxn? 

J8h0.it ''Piinn de.i hu't? 'naen, maenm 'bru:di. 
ve.i '^ist dsn da"? bist 'du:s ,karl? — ve.i 'ru:ft 
mi9. — ve.i ,hat [,veM hat] dsn das ja'maxt [jd- 
'ta:n] ? — ve.T ,9ist dsn de.i 'hsr dort? 'vslca. de.i 
'rs^ts. 'das ist pro,fsso(r) 'zi:v.is. — 'du:, 'klaena 
[du 'klaene], vi 'haest du dsn. — ven 'zu:xn zi* ? 

34. vi 'haest ea ? — vi 'haest dsn daen 
'l3ru:d.i? — maen ,na'ma ist 'hy:bnj. — ven ,darf 



— 72 — 

ich melden [Wie ist Ihr werter Name]? Kauf- 
mann Hübner. — Wie heilst die Strafse hier? 
Was ist das für eine Strafse hier? 

Was ist er denn ? Ich weifs (es) nicht genau : 
ich glaube, er ist bei der Eisenbahn. — Er ist 
Sprachlehrer. 

Wie sieht er denn aus ? Er ist blond ( — brü- 
nett], und mittelgrofs, aber breit. — Hat er einen 
Bart? Ja, Vollbart. — Er hat blaue Augen. — 
Er ist seinem älteren Bruder ähnlich. — Es ist 
ein schöner Mann [hübscher *Kerl] ^). — Er hat 
sich recht verändert, seit ich ihn das letzte Mal 
gesehen habe. 

Was ist er denn für ein Mensch? [Wie ist 
er denn so?] — Er ist nett^). — Er ist ein 
feiner [ — gebildeter] Mann. — Er ist gescheit 
[ — geistreich]. — Wissen Sie, er ist nicht so 
dumm, wie er aussieht. — Er ist sehr intelligent. 
— Der Herr Melzer, der ist recht eingebildet. 
Sie meinen doch den jungen? Ja, das ist ein 
arroganter Narr. 

Ist das ein aufdringlicher Mensch! — Die 
kleine Kunze (, die) ist recht artig ! Ja, und ihr 
Bruder recht ungezogen. Ja, der wird sehr ver- 
zogen von der Mutter. 



34. ') Kerl in der familiären Umgangssprache in 
Norddeutschland sehr beliebt: ein strammer Kerl, ein 
schlapper Kerl, ein Meines Kerlchen (Plural: Kerls und 
Kerle). 

^) Nett ein vielgebrauchter Ausdruck, um etwas 



— 73 — 

(l)9 'msldn [^^-i* ist ii ve.it.i naima] ? kaof- 
man 'liy:bn.i. — vi ,haest di 'Jtr<^'S9 Mm: 
,vas (i)st [vas ,'?ist] das fy.i aene 'Jtra^sa hiur 

vas 'Wst eJ dsn? ic Vaes (s) nict J9,nüo: 
19 ,glaob(8) ei ist bae de!i '9aeznbaTi. — ei (i)st 
'Jprci:xleT.i. 

vi ,zi:t e.i dsn ''Paos? eJ (i)st 'blDnt [ — bry- 
'iiit], unt 'mitlgrois, ab.i 'braet. — ,liat e.i aenn 
TDQTt? ja:, 'folbart. — e.i hat 'blaoa 'Paogn. — 
eJ (ijst zae(n)m Deltaran ['■^sltm] 'braida 9ae*nlic. — 
ei (i)st aen 'joini 'man ['iiTp/j *'ksrl]. — e.i hat 
zic 'rsct f.i'';>snd.it , zaet ic i*n das ktsta ,ma'l 
ja'zein ha*b(8j. 

vas '^ist eJ dsn fy.m ,mEnJ? [vi ''i-ist 
eJ dsn zo'?] — ea (i)st 'nst. — eJ ist (ae)n 
'faen.i [ — ja'bildat.i] ,man. — e.i (i)st j^'jaiet 
[ — 'gaestraec]. — 'visn zi, ea 'ist nict zo 
'dum, vi ei '?aoszrt. — ea (i)st 'zeu mtsli'gcnt. — 
de.i hsr [hl] 'msltsj, dei (i)st rsct '^aenjabildat. 
zi ,maenn dox den 'jur)i]? ja:, 'das ist n 
aro,gant.i 'nar. 

ist 'das (aejn '?aofdrii]lic.i 'msnj! — di 
klaena 'kuntsa (di) ist rsct 'Partie, 'ja:, rnt i.i 
'bru:dJ rect 'Punjatso'gn. Ja: de.i virt zeJ fa- 
'tso:gn fon de.i ,mL"ti. 

Gefälliges, Angenehmes zu bezeichnen: ein nettes Ge- 
sichtchen, ein nettes Mädel, nette Manieren; das ist nett 
von dir, dafs du gekommen bist. Auch oft ironisch: 
Du bist mir ein netter Kerl! Das ist ja 'ne nette Ge- 
schichte! 



— 74 — 

"Wie alt sind Sie ? Fünfundzwanzig [ich gehe 
ins sechsundzwanzigste]. — Für wie alt halten 
Sie mich? [Wie alt bin ich, meinen Sie?] — Er 
ist zwei Jahre jünger [ — älter] als ich. 

35. Was soll man mm machen? — Woher 
wissen Sie's denn ? Ach, durch Zufall ; gestern 
hat's ein Berliner Herr bei Gödekes erzählt. — 
Wie binden Sie Ilire Krawatte [Ihren Schlips] ? 
So , . . , das ist ' sein: bequem. — Wie soll ich 
Ihren Brief brechen ? einmal oder übers Kreuz ? 
— Wie kommt denn das, dafs alles hier in der 
Stube in Unordnung ist ? Ich weifs nicht ; wie 
ich kam, war's schon so. — Das ist nicht 
übel. — Das ist schon viel besser. — Das ist 
recht gut gemacht. — Sehr gut! 

36. Sein Stock war ungefähr so lang. — 
Meine Stube ist blofs so hoch. [Meine Stube ist 
nicht höher als so.] Der Platz war 30 Meter ^) 
lang und 20 breit. — Die Mauer ist einen Fufs 
dick. — Wie grofs ist der Park (hier) ? — Wie 
hoch mag der TuiTn sein ? So zirka 90 Fufs. — 
Wie hoch ist die Siegessäule ? — Wie lang mag 
das Boot sein? — Der Boden des Kastens war 
einen halben Quadratmeter grofs, der Lihalt war 
ein viertel Kubikmeter i wie hoch war er? — Du 
gehst auf die Post? Ja, gleich. Willst du mir 



36. ') Offiziell gilt in Deutschland nur das 
Metersystem und hat auch in der Praxis fast überall 



— 75 — 

vi 'Palt zint zi? /Ynvun'tsvantsic [ic ge' 
ms ^zeksun'tsvantsicsta]. — fy.i vi ,9alt 'haltn 
zi mic? [vi ,'r'alt 'bin ic maenn zi?] — eJ 
(i)st 'tsvae ja'ra 'JYi).i [ — 'Pclt.i] als pic. 

35. vas ,zd1 man nun 'maxn. — vo'lieJ 
'visn zrs dsn? ,'>a.x durc 'tsuifal; ^gestin 
hats aen b.ili'n.i tsr bae 'goidakas J,ts8eit. — 
vi 'bindn zi zic i'ra kra,vat9 [rran Jlips]? 
'zoi . . ., ,das ist ze.i ba'kveim. — ,vi" zol ic 
iran bri'f 'brscn ? 'Paenmal odi yb.Ts 'krOYts V — 
vi 'komt dsn das , das ,9al9s hu in d(e).i 
ftu'ba m '9ünDrdncg ist? 19 'vaes nict: vi" 
IC 'kaim, 'vQTs Jo'n zo*. — 'das (ijst nict 
'?y:bl. — 'das (i)st Jo'n fi"l 'bssi. — 'das ist 
r£9t 'gu:t jamaxt. — 'ze:.i ,gu:t! 

36. zaen 'J^^k vor unjafseJ 'zo: 'lai). — 
maena 'Jtu:ba ist blo's 'zo: 'hoix. [maena 'Jtuiba ist 
ni9t 'heiJ als 'zo:]. deJ 'plats var draesic me'tJ 
'lag unt 'tsvantsi9 Taraet. — di 'maoa ist ^Paenn 'fu:s 
dik. — vi* 'grois ist de.i ,park (hi.i)? — vi' 
'lio:xiiiax de.i ,turm zaen ? zo" tsirka ,noyntsi9 'fu:s. 
-- vi- 'lio:x ist di 'zi:jaszjyla? — vi" 'lai) max 
das 'bo:t zaen? — de.i 'bo:dn dss kastns var 
aenn 'halbm kYa'dra:tme"t.i cjro's, de.i 'Einhalt var 
aen 'firtl ku'bi:knie"ti ; vi" 'lio:x var ea? — du 
,ge:st aof di 'pDst? Ja". 'glae9. ,vilst du mi.i 



die alten Mafse (Fufs = 0,31 m, Elle = ca. 0,67 m) 
verdrängt. 



— 76 — 

vielleicht*) fünf Zehnpfennigkarten und zehn 
Zwanzigpfennigmarken mitbringend Ja, sehr 
gem. 

37. Hören Sie mal, wieviel (Geld) haben Sie 
bei sich? Viel nicht, — Wieviel Kinder hat er? 

Sie sind alle da; es fehlt blofs einer. 

Ach, ich habe Ihnen so viel zu erzählen ! — 
Er hat viel gelesen. — Damals gab er sehr viel 
Stunden. — Diese Wohnung hat ziemlich viel 
Türen. — Mit dem Holz kommen wir noch 
vierzehn Tage aus -, aber Kohlen sind nicht mehr 
da. — Danke, ich nehme nie Zucker. — Bitte, 
geben Sie mir noch ein Glas Wein. — Danke, 
ich habe genug [ich trinke, esse nicht mehr]. — 
Nein, machen diese Kinder einen Lärm [Skandal] ! 
— Kinder, efst nicht so viel von dem süfsen 
Kuchen ; Ihr verderbt euch den Magen. — Störe 
ich ? — Er hat kein Reisegeld. — Er ist nicht 
bei Gelde [bei Kasse]. — Wie hoch ist Ihre 
jährliche Einnahme? (Das ist) verschieden. 

38. Was haben Sie für Ihre Uhr gegeben? 
Ich habe sie (für) alt gekauft; sie kostet . . . 
Ist das billig! — Was kostet der Strohhut 
hier? 6 Mark 95 Pfennige-'). Das ist teuer; 



') Ein vielleicht gibt der Frage das Gepräge einer 
höflich-freundlichen Bitte. Ha<t du vielleicht Streich- 
höher hei dir? Wollen Sie vielleicht zur Seite treten? 

38. ') Das Wort Pfennige bei Preisangaben wird, 
wenn Mark vorhergeht, meistens nicht ausgesprochen. 
Auch Mark wird familiär gern weggelassen : eins fünfzig 



filaept 'fynf ,tse'nfiiiic'kartn ['frnf tse'n'fcmckartn] 
unt 'tsem 'tsvantsi9f£iii9'marki) mitbrii)!] ? Ja:, 
,zeJ 'gem. 

37. 'hoirn ['li0Mn] zi mal. ,vrfil [vifil /jslt] 
ha'bm zi 'bae zic ? 'fi:l 'nict. — \'i'fil 'kmdJ liat eJ ? 

zi* zint '^ala 'da:, ss ,fe"lt blo*s ''^'aen.i. 

'9ax 19 liab(a) rnn zo 'fi:l tsu .i,tsa^'ln ! -^ 
ei hat 'fi:l J8le:zn. — 'da:ma"ls ga'p ea ,zeM fil 
'Jtundn. — di'za 'vo:nui) hat ,tsi"inlic fi'l 
'ty:r9n. — mit dam 'holts komm vij nox 
,firtsen ta:g9 '^aos; ab.i 'ko:hi zint nict mci 
,da:. — 'darika, ic ne'ma 'ni: tsukj. — bita 
'ge:bm zi mi.i nox aen glas 'vaen. — 'dagka, 
IC haba J8'iiu:x [ic 'trirjka, '9es8 nict me'a]. — 
naen, maxn di'za 'kind.i aenn 'Isrm [fkan'da:l]I 
— kindi 'Psst nict zo ,fi"l fon dam zj^'sn 
'ku;xn; \'x fj^dsrpt OYc d(a)n 'ma:gn. — ']tQ\r{'d) 
IC? — e.i hat kaen raezagslt. -^ e.i ist nict 
bae 'gslda [bae 'kasaj. — vi* 'ho:x ist ira 
Jae'rlma '9aemia"ma'? (,das ist) f.j'Ji'dn. 

38. vas ,ha"bm zi fy.i ira '"Pu:.! jage'bm? 
IC hü.b(a) zi" (fy.i) '^alt jakaoft; zi kostat . . . 
ist 'das ,bilic! — vas ,kostat d(e)a 'Jtro:hu"t hij? 
,zsks 'mark finvuntnointsic 'f snija. 'das ist 'tOTJ ; 



(1 M. 50 Pf.), zicei i^iehzig (2 M. 70 Pf). Offiziell wird 
aur nach Mark und Pfennigen gerechnet. Altere, noch 
jetzt vielfach volkstümliche Münzbezeichnnngen sind: 
Taler {= 3 M.), StVierip-uschen (10 Pf.), Grusvhin (2 oder auch 
10 Pf.). Von jungen Leuten, besonders Studenten, hört 
man statt Mark häufig einfach M L^em] oder avich Meter. 



— 78 — 

haben Sie keine billigeren '? — Kellner ^), bitte, 
zahlen! Ich habe eine kleine Tasse Kaffee und 
zwei Kognaks; das macht? — Was macht alles 
zusammen? — Wieviel kostet das Entree [der 
Eintritt]? Nach Belieben. — Für vollständige 
Pension berechne ich wöchentlich 30 Mk. 

39. AVie lange geht man nach dem Stettiner 
Bahnhof? — Seit wann ist er denn zurück? — 
Wie lange gedenken Sie aiif dem Bureau zu 
bleiben? Etwa anderthalb^) Stunden. — Er ist 
das ganze Jahr auf Reisen. — Sie haben sich so 
lange nicht sehen lassen. — Auf die Dauer wird's 
unerträglich. — Wird's lange dauern, bis der 
Kneifer [dasPincenez, der Zwicker] repariert ist? 
ich brauche ihn sehr nötig. Ach, das wird nicht 
lange dauern; bitte setzen Sie sich, Sie können 
daraufwarten. — Das alles hat blofs eine Viertel- 
stunde gedauert. — Nach fünf Minuten war alles 
fertig. 

Haben Sie Zeit? Nein, ich habe es sehr eilig 
[habe gi'ofse Eile.] — Das eilt nicht. — Sie haben 
vollkommen [sehr gut] Zeit. — Wir müssen schnell 
machen, der Wagen wartet. — Macht schnell ! — 
Gehen Sie nur schnell hinauf; wir haben keine 
Zeit zu verlieren. — Fort! fort! — Schnell, 
schnell! — Mach' und geh! — Nein, dauert das 
lanse ! — Macht der lange mit dem Anziehen. — 



') Statt Kellner wird meistens Oherkcllner (dafür 
a,bg;ekürzt: Ober) gebraucht. 



hab"m zi kaena 'bilijaran? — 'kcln-i, bita 
'tsa:ki! ic lia*b(8) aena ^aena tasa 'kafe* unt 
,tsvae 'koiijaks : das maxt ? — vas 'maxt "^alas 
tsu^zamm? vi'fil 'kostat das 9ar),tre: [de.i 
,'^aentrit]? ,nac ba'liibm. — fyj ,tjlft3ndija 
pai)'zjo:n barscna ic ^vegntlic 'draesic 'mark. 

39. vi laT)a 'ge:t man nax dam Jt^ti'nJ 
'ba:iiho"f? — zaet 'van ist e.i dsn tsu'ryk? — 
vi ,lar)e jadsijki) zi aof dam by,ro" tsu 
'blaebm? etva 'Pand.italp 'Jtundn. — e.i ist 
das 'gantsa jqt aof 'raezn. — zi ha.bm zic zo 
,lai)a mgt 'zem lasn. — aof di 'daoJ virts 
'-'un.rtraeiclic. — virts 'laT]9 daoJn, bis deJ 
,knaef.i [das p£i),sne:, dei ,tsvikj] repa'rirat ist? 
19 'braox(a) rn ze-.i 'noitic. ,9ax, das 'virt nict 
lai]a daoan; bita 'zstsn zi zic, zi ,k8nii 
draof 'vartn. — das '9alas hat blo"s aena /irtl- 
'Jtunda jadaoJt. — nax ,fYnf mi'nuitn var "Palos 
'fsrtic. 

iia'bm zi 'tsaet? 'naen, ic ha"b ss [ha.ps] zom 
''?aeli9 [ha*b(9') ,gro*sa '"Paela]. — das 'Paelt nict. — 
zi hü'bm 'fjlkomm ['zeM cju't] ,tsaet. — vi.i mvsn 
'Jnsl maxn, de.i ,va:gn 'vartat. — maxt 'Jnel! — 
,ge'n zi' nuJ 'Jnsl hi'naof ['raof] ! vi.i ha*bm kaena 
'tsaet tsu fj,li:Jn. — /ort 'fort! — ,fnsl 
'Jnsl! — 'max unt 'ge:! — 'naen, daoat 'das 
lagal — maxt 'deu 'lai]e mit dam ,^antsi'n! — 



39. ') Anderthalb = das andere (zweite) halb (= 1 h'a); 
sbenso drittehalb = 2V2, viertehalb = 3V2 usw. 



— 80 — 

Johann, sind denn meine Stiefel nocli nicht fertig? 
ich warte nun schon eine Stunde darauf ! — 
Verzeihen Sie, gnädige Frau, dafs ich Sie habe 
warten lassen, ich kann aber nicht dafür. Aber 
ich bitte Sie , die Zeit ist mir gar nicht lang 
vorgekommen. — "Warten Sie, bitte, einen Augen- 
blick; ich stehe Ihnen sofort zur Verfügung 
[Disposition]. 

40. Hat der Mensch Glück; gerade wie er 
sich auf den Weg macht, wird's schön. — Er 
ist zeitig [ — sehr spät] aufgestanden. — Da 
schlägt's drei ! Ich dachte, es wäre schon später. — 
Schon so spät ! — Besser spät als gar nicht. — 
Ich fürchte, wir kommen zu spät. Vielleicht ist 
es noch Zeit. Wir kommen gerade rechtzeitig 
[zur Zeit]. — Sie kommen eine Stunde zu spät; 
es ist alles vorbei. — Ich verspreche Ihnen, so- 
bald ich irgend kann, bin ich wieder da. — 
Sie bekommen sofort Ihren Kaffee. — Er sagte 
eben, wir hätten noch Zeit genug. — Nun müssen 
wir bald packen. — Die gnädige Frau ist eben 
ausgegangen. — Es wird regnen. 

AVer ist jetzt an der Reihe ? Sie sind dran. — 
Nun ist alles fertig [parat]. — Wenn ich etwas 
brauche, komme ich wieder her; für den Augen- 
blick bin ich mit allem versehen. 

Ich will ihm nächstens meinen Gegenbesuch 
machen. — Neulich war er hier und wollte auf 
vier Wochen Pension und Wohnuns. 



— 81 — 

jo'han, zint dsn maena 'Jtiiü nox 1119t /srtiQ? 
19 vart(8) nun Jo'n aena 'jtundQ daraofi — 
fi'tsaen zi gnse'djö ^ao , ,das 19 zi Laba 
'vartn lasn, ic ,kan ahi nict da'fy:J. a"b.i 
19 'bita zi*, di ,tsaet ist mii gami9t lai) 
fo.iJ9komm. — Vartn zi bita aenn '9aogii- 
,blik; 19 Jte' rnn zo'fort tsuJ £i/y:jui) 
[dispozi,tsjo:n]. 

40. hat 'de:.! msnj ,glYk; 'graida ^d" e.i 
ZI9 ciof dn Vei9 maxt, virts 'J£>m. — e.i 
ist 'tsaetic [,ze'J 'Jp^e-t] '?aofJ8standn. — da 
Jlse'cts 'drae ! 19 'daxt(8j es vge'J Jon 'sjjajiti. — 
Jo'n ,zo: 'Jpse't! — bssi Jpseit als 'garni9t. — 
19 ^Yr9t8, vi.i komm tsu 'Jp^ß'^- fi'la69t is(t) 
s nox 'tsaet. vLt komm 'grada 'r=9ttsaet(i )9 
[tsuj 'tsaet]. — zi ,komni aena Jtunda tsu 'spseit; 
es ist '?alas foa'bae. — 19 £i'Jpr£9a 'Prnn, zo- 
balt 19 '9irjant 'kan, bin 19 vi'dj 'da:. — 
zi" bakomm zo'fort i.in 'kafe" — eJ 'za:xta 
9e'bm, vi.i hetn nOx ,tsaet ja'nu'x. — nun ,mYsn 
vi.i iDalt 'paki). — di gnse'dja 'früo ist e'bm 
'^aosjogaiji). — es virt 'reijnan. 

ve'a ist 'jstst an dej ,raea y 'zi: zint dran. — 
'nu*n ist 9alas 'f£rti9 [pa'rait]. — ven 19 etvas 
'braoxa , kom(a) 19 vi'dj 'hei.i : fyi don Paogn- 
'blik bin IC mit ?alam fa'zein. 

19 ,vil rm n8e'9stns maenn 'geijnbazu'x 
maxn. — ,nOYli9 vür (e)i 'lii:.i unt volta aof 
fi'.i 'voxn pai)'zjo:n unt 'voinui). 

^eyer, Deutsche Gespräche. f> 



— 82 — 

41. Voriges Jahr hat sie mir das letzte Mal 
gesclmeben. — Nächste Woche fahren sie nach 
Potsdam, nicht diese. — Also nächsten Sonn- 
abend [Samstag], aber kommen Sie ja! 

Den Tag vorher war er noch ganz gesund. — 
Was man gleich tun kann, soll man nicht auf 
den nächsten Tag verschieben. — Er kommt den 
Tag vor Ostern [am stillen Sonnabend, Ostern 
heiligen Abend] an und reist am zweiten Oster- 
tag [Ostern zweit Feiertag] wieder ab. 

Wir bekommen unsere Zeitung alle Tage 
[ — jeden zweiten Tag], — Der Briefträger kommt 
(täglich) zweimal; früh morgens und nachmittags 
zv/ischen zwei und drei. 

Wenn jemand zu mir kommen sollte, dann 
sagen Sie ilim nur, ich wäre in einer halben 
Stunde wieder da. — Heut über acht Tage bin 
ich hoffentlich mit meiner Arbeit fertig. — Er 
ist seit vierzehn Tagen fort. — Vor zwei Stunden 
ist er ausgegangen. — Sag' mal, Karl, wo warst 
du vor acht Tagen um diese Zeit? 

42. Wie spät ist es [was ist die Uhr]? 
Es ist drei [gerade drei vorbei] ; viertel (auf) vier 
[ein viertel nach drei] ^) ; halb vier ; drei viertel 
(auf) vier. — Es ist zwanzig Minuten nach zehn; 
in zehn Mnuten zwölf [zehn Minuten bis zwölf, 
fünf Minuten nach di'ei viertel zwölf]. — Es ist 



42. ^) Bei Angabe der Ankunfts- oder Abfahrts- 
zeiten der Eisenbahnzüge drückt man sich ähnlich wie 



— 83 — 

41. fo'riJGs '.ja:r hat zi mi.i das Istsfce ,ma:l 
jojrrbm. — 'na&:(}stB voxa füTn zi nax 
,potsdaui, nict 'diiza. — 9alzo pase'cstn 'zDn- 
a;bmt [zamstax], ab.i 'kämm zi ja; ! 

den ,tax foj'he:i var ei nox ,cjants ja'zunt. — 
vas man 'glaec tii'n kan, ,zd1 man nict aof 
d(8)n nse'cstn 'tax f.iji'bm. — e.i komt den 
'tax fo.i ,?o:stm [am Jtiln 'zona'bmt, ,9o:stm 
haelj9n 'Paibmt] '^an ünt raest am 'tsvaetn Po'sti- 
tax [,9o*stJn tsvaet 'fae.itaxj vid-i '"Pap. 

vi.i bakomm unzra ,tsaetüi) ala 'taiga 
[ — je'dn ,tsvaetn 'tax], — de.i 'bri*ftr8B*j.i komt 
(tse'clicj tsvae'mail, fry 'morjns unt nax'mitaxs 
tsvijn ,tsvae unt 'drae. 

ven je'mant 'tsu: mi.i komm zolt9, dan 
'za:gn zi* im nwi, 19 vseM in aena halbm 
'Jtunda vidJ 'da:. — ,hoYt yb.i axt 'taiga bm 
19 ,hofntli9 mit maen.i 9arbaet 'fsrtic. — eJ 
ist zaet ,firtse*n ta"gn 'fort. — foj tsvae 'Jtundn 
ist ej '?aosjogai}i). — 'zaig ma'l ,karl, vo 'va'rst 
du fo.i axt ,ta'gn um di'za ,tsaet? 

42. vi 'Jpseit is(t) (e)s? [,vas ist di "?i\:i?] 
ES (i)st 'drae [gra"d(8) 'drae fo.ibae] ; firtl (aof) 'fiu 
[(aen) firtl nax 'drae] ; halp 'fii.i ; drae ,firtl 
(aof) 'fiiJ. — es ist 'tsvantsi9 minu'tn nax 'tse:n ; 
in 'tsein minu'tn 'tsvelf ['tsein minu'tn bis 'tsvelf, 
'fynf minutn nax drae firtl 'tsvelf]. — ss ist 



bei Preisangaben (s. oben Abschn. 38, Anm. 1) aus: ein 
Uhr dreifsig, sieben Uhr neunundvierzig usw. 

6* 



— 84 — 

viertel; halb; fünf Minuten vor dreiviertel; 
dreiviertel ; in fünf Minuten voll. — Wissen Sie 
vielleicht, ob's schon acht geschlagen hat? — 
Gehen Sie doch und sehen Sie nach, wie spät 
es ist. — Wie spät haben Sie? Meine Uhr steht 
leider; ich habe den Schlüssel verloren, und da 
habe ich sie gestern nicht aufziehen können. 
Meine Uhr geht fünf Minuten vor [ — nach]. 

Aufser Sonntag und in den Ferien ist die 
Bibliothek alle Tage von früh [morgens] um neun 
bis abends um neun geöffnet. — Gestern abend 
lun acht hat er sich von uns verabscliiedet. — 
Heute fiiih um fünf ist er mit dem Schnellzug 
abgereist. Heut Nachmittag bald nach drei ist 
er da [kommt er dort an]. — Ich gehe noch 
heute abend hin. — Wecken Sie mich morgen 
früh Punkt sechs Uhr, bitte. — Morgen fangen 
die Vorstellungen an. — Also, Sie kommen über- 
morgen gegen elf [ — gegen eins] wieder her. 

43. Im Sommer, Herbst, Winter, Frühling 
[Frühjahr]. 

Zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten. 

Was haben wir denn heute für einen Tag ? 
Freitag. Nein, erst Donnerstag. 

Den wievielten haben wir denn heute ? Den 
achten, glaube ich. Ja, richtig ; Sonntag ist der 
elfte, also heute der achte. — Wir haben heute 
den 16. Juli. 



— 85 — 

'firtl; 'halp; 'finf mimvtn foJ drae'firtl; 
clrae'firtl; m 'fTiif' minii'tn 'fol. — Visn zi 
filaect, Pops Jon '9axt jajkrgn hat? — 
'gern zi dox unt ze'ii zi 'uax, vi 'Jp^*^ 
s ist. — ,vi" JpsB't 'ha:bm zi" ? maena ?um 'jteit 
laeda; ic lia:b dan 'J^Ysl faloun unt da 
ha*b 19 zi* ,gestan nict '9aoftsrn kenn, maena 
pu\i ge't ,fTnf minu'tn ToiJ [ — 'nax]. 

9aosJ 'zontax unt in den TeMJan ist di 
biblio,te*k '9al9 ta"g9 fon 'fry: ['morjns] um noYn 
bis '"Paibnits um noYn J8,'?8fnt. — gsstin ,9a:bnit 
um '?axt liat eJ zic fon uns fa'9apjrd9t. — 
hoYt(8) ,fry um 'fYnf ist qi mit dam Jnsltsux 
'?apjaraest. iiOYt nax'mitax balt nax 'drae ist 
ea 'da: [komt ei dort '9an]. — ic ,ge* nox 
hoYt(8) 9a*bmt 'hin, — Vski) zi mic morjn 
fry pugkt 'zeks 'Vuia bit9. — 'morjn fagi) 
di 'foJ'JtsluTjn an. — /"Palzo zi komm 'yibamorjn 
ge'jn 'Pslf ['^elf] [ — ge'jn '"Paensl vid.i 'heu. 

43. im 'zomi, 'hsrpst, 'vjnt.i, 'frydig 
['fry:jü-r]. 

tsu" Vaenaxtn, '9oistJn, 'pfigstn. 

vas 'lia'bm vi.i den liOYta fy.i aenn 'tax? 
'fraetax. 'naen, e.ist 'donastax. 

dan vi,fiitn 'hciibni vij dsn hoYt(9) ? — dan 
'9axtn ,glaob 19. ja 'ri9ti9; 'zontax (i)st de.i 
'^slfba, ?alzo 'hoYta de.i '9axt8. — vi.i ha'bm liOYta 
dan 'zsctse'ntn juili". 



— 86 — 

War er 1874 1) oder 1875 hier? 1875 
war er ja in Italien! — Von 1876 bis 1879 
war er auf dem Luisengymnasium , und 1880 
hat er dann sein Examen eeniacht. 



44. Wollen Sie mir vielleicht sagen, wo 
mein Zimmer ist '? — In welcher Stube schlafen 
Sie ? — Er hat keinen Schlüssel 5 er wird aufser 
dem Hause [aufs erhalb] schlafen. 

Wo soll ich den Nagel einschlagen [ — heraus- 
ziehen] ? Da oben , bitte ; steigen Sie hier auf 
den Stuhl. — Wo ist das passiert? Da [drüben], 
auf der Brücke. — Ich habe ihn gesucht, aber 
ich kann ihn nirgends finden. Er ist unten oder 
im Garten. Grade an der Ecke der Friedrich- 
und Leipziger Strafse ^) habe ich ihn getroffen. — 
Ich habe ihn auf der Strafse angeredet. — Wo 
war das ? Grade gegenüber dem Museum. — Die 
Lesehalle ist unserer Wohnung vis-ä-vis [grade 
uns gegenüber]. — Ich suche meinen Hut. Er 
liegt ja hinter Ihnen, dort auf dem Stuhl. — Wo 
haben Sie denn meinen Stock hingestellt? Hier 
ist er. — So, da ist alles zum Schreiben. — Da 
kommt er. — Nun sind wir am Ziel! So, da 
wären wir endlich! — Jetzt sind wir grade in 
der Mitte vom See. 



43. 1) Die Bezeiclinuiig des Jahrhunderts fällt 
weg, wenn kein Zweifel darüber bestehen kann. 



— 87 — 

vcir eJ ,9axtseiiliu]idat'fi:iuiitzi'ptsic odj 
'fynvLntzi'ptsic ,liiM ? 9axtsen]iund.it'fTnvunt- 
zi'ptsic ,var ei ja* m ita:lj8ii! — fon 9axtseii- 
hund.it'zsksuntzi'ptsiQ bis 'nOYnuntzi'ptsic var 
e.i aof dam lti'i;ziijiin,na:zjüm, unt '9axtsic hat 
e.i dan zaen sk'saimm jamaxt. 

44. Voln zi mia filaect ,za:gu, vo* 
maen 'tsmu ist? — m. Vslc.i Jtu'ba 'ßaifn 
zi*? — ea ,liat kaenn 'J^Ysl; ei virt "Paos-i 
dam liaoza ['Paosjhalp] Jla'fn. 

VO' ,zol IC dan na'gl '9aenjla"gn [ — he'raos- 
tsi'n]? da '9o:bin bita; 'Jtaejn zi ,hiM aof dan 
'Jtuil. — ,vo* ist das pa'siiaf? 'da: [da 'dry:bm], 
aof de.i 'brrka. — 19 lia'b i'n ja'zuixt, abi 
19 ,kaii i'n nirjnts 'fmdn. eJ ist ''Puntii, od.i 
im 'gartn. — 'gra'd an de.i 'Pska deJ '£ri:dri9 
unt laeptsijjjtra'sa h.a"b 19 i'n ja'trofn. — 
19 ha'b i'n aof deJ Jtra'sa '"Panjare'dat. — vo 
'va*r das? 'gra'da ge'jnybi dem mn'zeium. — 
di leizahala ist ünzr.i vo'nui) viza'vi: [,gra'd 
uns ge'jn'?yibj]. — 19 ,zu"x(8) maenn 'huit. e.i 
li;9t ja 'binti rnn, ,dort aof dam 'Jtxxil. — vo 
^ü'bm zi den maenn 'J^«'!^ hinjajtslt? — InM 
'?ist e.i. — 'zo:, da* ist '"Palas tsum 'Jraebm. — da 
'kamt e.i. — ,nu*n zmt vii am 'tsi:l ! — 'zo:. da 
'v8e:.in vii ,9sntlic! — jstst ,zint vi.i gru'd(dj in 
dei 'mita fom ze:. 



44. ') Strafse wird oft weggelassen : £cke Friedrich 
und Leipziger. 



— 88 — 

45. Wollen Sie vielleicht den Platz mit mir 

tauschen ? — "Wollt ihr euch nicht ein bifschen 
zu uns setzen, hier auf die Bank? Danke, wdr 
sitzen ganz gut hier (auf der Erde). — Wo kann 
man sich blofs ein bifschen ausruhen? Setzt 
euch nicht auf den Rasen, der ist feucht. — 
Bleiben Sie sitzen ! — Er safs, und wir standen. 

46. Ich war eben bei Ihnen. — Herr Erd- 
mann ist eben nach Hause gefahren. — Um diese 
Zeit treffen Sie ihn nicht zu Hause ; er ifst im 
Gasthof [in der Restauration, im Restaurant] ^). — 
Er gibt Stunden in und aufser dem Hause. — 
Ist Ihr Herr Vater zu Hause [zu sprechen] ? 
Nein, er ist jetzt gar nicht hier, er ist auf 
dem Lande. — In der Stadt, auf dem Lande. 

Was ist er deim für ein Landsmann? 
Brasihaner. — Wo sind Sie her? Aus Frank- 
furt a. M. — Wo, d. h. in welcher Stadt, wohnen 
Sie ? In Bremerhaven. — Er hat lange in Kopen- 
hagen gewohnt. 

Wo wohnen Sie denn? Ich wohne bei meinem 
Bruder, Charlottenstrafse 9. — Bitte, sagen Sie 
TTiir doch, wo Sie wohnen. — Wissen Sie viel- 
leicht seine Adresse [Können Sie mir nicht sagen, 



46. ^) Gasthof, Gasthaus, nur in kleineren Städten, 
gewöhnlicli mit Ausspanti (für Fuhrwerke der vom 
Lande Kommenden) verbunden. Bestaurant ist das ge- 
wöhnliclie "Wort, Restauration meist nur von kleineren 
Restaurants gebraucht. Wirtshaus ebenso von ein- 
F?.chen Gasthäusern auf dem Lande, in kleineren 



— 89 — 

45. ,vd1ii zi filaect dan ,plats mit mi.i 
'taojn? — ,volt i.i dyc nict n biscn 'tsu: 
uns zstsn, ,liiM aof di 'bai]k'? 'daijka, via 
,zitsn gants 'gu:t Hm (aof de.i /-»eMda). — vo ,kan 
man zic blo's n biS9n '9aosni'n? 'zstst dyc 
mct aof dn 'ra:zn, de.i (i)st 'foYct. — 
,blaebm zi 'zitsnl — e.i 'za:s unt ,vij 'Jtandn. 

46. 19 ,var e"bm 'bae 'A'nn. — hsr ''PeMt- 
man ist ?e"bm nax Tiaoza jafaTn. — rm 'di:z8 
tsaet trsfa zi* in ni9t tsu 'liaoza; e.i ,?ist im 
'gastho'f [in de.i rsstora'tsjom, im rssto'rai)]. — 
e.i gipt Jtundn '?m unt '?aosj dam haoza. — 
,9ist i'J h=r 'faiti tsu ^aoza [tsu Jpr£9n]? 
'naen, ,"?&! (i)st jetst gar ni9t 'hii.i, ei (i)st aof 
dam landa. — in dea 'J^'^^^ <^of dam 'landa. 

vas ,?ist ei dsn fyj (ae)n 'lautsman? 
brazil'ja:nj. — vo' zint zi' 'heu? ?aos Frank- 
furt am 'maen. — Voi, das h.aest in vslc.i 'Jtat 
'voinn zi"? in bre*m.i'liaifn. — eJ hat ^aija in 
kopan'ha:gn javomt. 

vo Voinn zi dsn? ic vo'na bae maenm 
TDiTiida, Ja(r)'lotnJtrü'sa 'noYn. — bita 'za:gn zi 
nii.i dox, vo' zi 'vo:nn. — ,visn zi filaect 
zaena a'drssa [kenn zi nii.i mct 'za:gn, 



Städten, dann aber auch allgemein im Gegensatz zum. 
eigenen Hause (Wirtsltau sieben, im Wirtshaus essen). 
Ähnlicli Kneipe, oft in verächtlicliem Sinne, aber auch 
ohne solchen allgemein für jede Art von Eestaurantr 
üblich (besonders bei Studenten). 



— 90 — 

wo er wohnt] ? Ja, er ist umgezogen ; er wohnt 
Savigny - Platz 5. — Er logiert im Hotel 
Continental. 

47. Entschuldigen Sie, wo ist denn hier die 
Pestalozzistrafse ? — Können Sie mir nicht sagen, 
wo die Kaiser-Passage ist ? Gehen Sie nur hier 
die zweite Strafse links und dann immer grade- 
aus, — Welches ist der kürzeste Weg [Wie kommt 
man am besten] nach der Xationalgalerie ? — 
Kommt man hier nach dem Lehrter Bahnhof? — 
Ich bin falsch gegangen: statt links zu gehen, 
bin ich rechts gegangen und habe so einen Um- 
weg von feiner guten halben Stunde gemacht. 

Den Brief hier soll ich zur Post besorgen; 
wo ist denn der nächste Briefkasten? Gibt's 
nicht hier in der Nähe ein Postamt? 

Wie weit ist es noch [Haben wir noch weit] 
bis nach der Stadt? — Wie weit von hier ist 
die Brücke ? — Ist es weit von Berlin nach Steg- 
litz ? — Ist es weit bis zu Ihrer Wohnung ? — 
Ist das weit? nein! hier ganz in der Nähe. 
Seine Wohnung ist blofs ein paar Schritte von 
hier. 

48. Ich gehe ins Cafe Bauer ^) [Cafe Cen- 
tral], eine Tasse Kaffee trinken und Zeitungen 
lesen ; wollen Sie mit ? Ja, ja, ich komme mit. — 



48» ^) Cafe, Bezeiclinung des Lokals, hat allein- 
stehend meist den Akzent auf der zweiten Silbe. Bei 
Verbindung mit einem andern Wort, wie oben, i-ückt 



— 91 — 

vo e.i Vo:nt]? ,ja" e.i ist 'Pumjatsoign; e.i vo'nt 
sa'vinjiplats (nunu'o, numa) 'finf. — ei lo,5iMt 
im ho^tsl kontinsn'ta:!. 

47. ent'Juldjn zi, ,vo' (i)st dsn hi.i di 
piSta'lotsiJtra'sa ? — ^ksnn zi mi.i nict zcrgn, 
vo di 'kaezjpasa'jo ist? ,ge*ii zi nuj Mm 
di ,tsva6t8 Jtrasa 'ligks unt ,daii im.i grada- 
'■Paos. — 'vslcas ist deJ ,kTrts(9)sta ,ve:c [vi* ,komt 
man am bsstn] nax de.i natsjo'nailgalari'? — 
,komt man hiM nax dam leMti 'bainho'f? — 
IC bin 'falj jagaiji) : Jtat 'liijks tsu ge'n, 
bin 19 'rscts jagaijn unt ha'b zo aenn '9um- 
ve*9 fon aenj 'gu'tn halbm 'jtv:ndQ jamaxt. 

den 'briif hiM zol ic tsuJ 'post bazo.ijn; 
,vo ist dsn de.i nse"cst9 'briifkastn? 'gi*pts 
nict hij in dei ,n9e*8 aen 'post?amt? 

vi Vaet is(t) s nox [iia'bm vij nox Vaet] 
bis nax deJ Jtat? — vi 'vaet fon hi"J (i)st 
di ,brYk8? — ist 8s 'vaet fon bj,li'n nax 'Jte;j- 
lits? — ist 8s 'vaet bis tsu ?ir.i ,vo"nui]? — 
ist das 'vaet? 'naen! hi.i 'gants in de.i 'nseia. 
zaena Voinug ist blo's aen 'pa:r 'Jrita 
fon biM. 

48. IC ,ge* ms kafe 'bcio.i [kafe tssn- 
'trail] , aena tasa 'kafe trigkg ünt 'tsaetugg 
leizn; vabi zi 'mit? ja'ja:, 19 kom(a) 'mit. — 



aber der Akzent auf die erste Silbe. — Cafe Bauer, 
bekanntes Cafe in Berlin, Lcter den Linden. 



— 92 — 

Kommen Sie mit? Gehen Sie nur zu [vor]; ich 
komme gleich nach. Ich hole Sie gleich ein. — 
Ich bin gerannt, so sehr ich konnte; ich habe 
ihn aber nicht mehr einholen können-, er 
war schon zu weit. — Ich kann nicht mehr 
weiter (, ich bin zu müde); geht nur voran; 
ich komme nach. — Mein Freund gedenkt nächste 
"Woche nach England (nach London) zu reisen. 

Er ist nicht gegangen, er ist (mit dem Wagen) 
gefahren [mit dem Dampfer ; mit der Bahn ; er 
ist geritten]. — Kann Ihr (kleiner) Junge schon 
laufen (gehen)? — Ich kann nicht gehen; ich 
habe mir den Fufs verrenkt. 

Es will Sie jemand holen. — Ich werde den 
Doktor holen. — Ich hole Sie morgen um 
vier ab. 

Er ist mit dem ersten Zuge gekommen. — 
Kommen Sie zu mir in meine Wohnung, da sind 
wir ungestört. — Kommen Sie mal, ich habe 
(et)was für Sie. 

Kommt ja ^) bald wieder ! — Seit vorgestern 
ist er wieder da. — Können Sie mir nicht 
sagen, wann wir wieder zu Hause sein werden? 
Wir tun besser, glaube ich, wenn wir gleich 
umkehren, sonst verpassen wir doch noch den 
Zug [sonst kommen wir nicht zum Zug zurecht]. — 
Vorher mufs ich erst nach Paris zurück. 



') Jd zum Imperativ hinzugefügt macht die Bitte, 



— 93 — 

komm zi 'mit? ,ge'n zi nu.i 'tsu: [Tom]: ickom(8) 
'giae9 'nax [naix]. 19 ho*l(a) zi 'cjlaec ''Paen. — 
IC bin ja'rant , zo ,zeM ic 'konta ; ic ,lia*b 
in a"bi nict me.i '?aenho"ln kenn; e.i vor 
Jon ,tsii* 'vaet. — 19 'kan nict me.i 
,vaeU (19 bin 'tsu: ,my:d8); 'ge't nm fo,ran-, 
19 ,kom8 'nax. — maen 'froTnt jadsijkt n9B'9sta 
,voxa nax '"Pcglant (nax 'bndon) tsu ,raezn. 

ei ist ni9t J8'gai)i], ei ist (mit dam 'va:gn) 
ja'faim [mit dam 'damfj-, mit dei 'bam; ei 
ist ja'ritn]. — kan ii (klaenj) juija Jon 
laofn ['gern]? — 19 kan ni9t 'gern; 19 lia'b 
mii don 'fu:s f.irsijkt. 

es vil zi jemant 'lio:ln. — 19 ve'.id dan 
'doktoj: ho'ln. — 19 hoia zi ,mOJJn um 
'fi:.i '9ap. 

ei ist mit (d8)m '?6Mstn 'tsu:g(a) jakomm. — 
komm zi 'tsu: mij in maene 'vo:nui) , da zmt 
vii ,9unja'Jt0:Jt. — 'komm zi ma*l, 19 'lia:b(a) 
vas ['lia:b etvas] fy.i ,zi\ 

komt 'ja: balt 'vi:d.i! — zaet 'fougsst.m 
ist eJ vidj 'da:. — 'kenn zi mia nmt 
,za:gn, ,van via vid.i tsu 'haoza zaen veMdn? — 
vi.i tu'n 'bss.i glaob 19, ven vi.i glae9 
'9ümkeun, zonst f.i,pasn viJ 'dox nox dan ,tsu"x 
[zonst ,komm vii ni9t tsum tsu'x tsu'r£9t]. — 
foj'heiJ mus 19 9e'Jst nax pa'ri:s tsurik. 

A-uff orderung , Ermahnung eindringliclier (ja = aiif 
jeden Fall, ja nicht = keinesfalls). 



— 94 — 

49. Er fälu't (noch) heute abend nach Bres- 
lau. — Eins, zwei, drei .... los ! — Also los ! 
vorwärts ! 

Um acht ist er weggegangen ; ich kann Ihnen 
aber nicht sagen, wann er wiederkommt. — Er 
ist fortgegangen, ohne irgend etwas gesehen zu 
haben. — Nun mufs ich aber fort; eben hat es 
zwölf geschlagen ; adieu ! — Wenn ich Sie störe, 
dann gehe ich. 

Den ganzen Nachmittag haben wir Be- 
sorgungen gemacht; wir haben alles Mögliche 
eingekauft. Und ich habe für meine Nichte ein 
Hochzeitsgeschenk gekauft. 

Er ist spazieren gegangen [spazieren geritten; 
er hat eine Bootfahi't gemacht]. — Kommen Sie 
mit ein Stück spazieren? Wir wollen um die 
Stadt gehen. 

Heute früh war ich bei ein paar Bekamiten. 
Heute nachmittag will ich zu Herrn Fontane 
gehen [ihn besuchen]. — Bitte, besuchen Sie 
mich doch mal. — Er verkehrt mit niemand. 

50. "Wo kommt man über den Bach? — Kann 
man dort gehen [weiter] ? — Bitte, kommen Sie 
hier durch, dort geht's nicht hinaus. — Bitte 
(, gehen Sie nur). Nein, bitte (, erst Sie). — 
Ich gehe zum Buchhändler ; haben Sie (et)was 
zu bestellen? — Da kommt die Pferdebahn [die 
Elektrische], schnell hinein! 

Wollen Sie vielleicht einen Augenblick 
warten? Ich will blofs schnell hinaufgehen und mir 



— 95 — 

49. ei fse'at (nox) hoYt ,9a'bmt nax iDrss- 
lao. — '?aens, 'tsvae, 'drae .... 'lo"s! Palzo lo:s! 
'fDrvsrts ! 

um '9axt ist e.i Vöcjagai)!) : 19 kan i'nn 
ab.i niQt ,za:on, van eJ 'vi'd.ikomt. — e.i 
ist Tortjagai)!) , o'iia 'Pirjnt Pstvas ja'zein tsu 
habm. — 'nu:n mus 19 aba 'fort ; '9e:bm hat (8)s 
'tsvelf je/ia'gn : ad'jü: ! — ven 19 zi 'Jtoird, 
dan 'gel ic. 

dan [dag] 'gantsn nax'mitax ha'bm vi.i ba- 
zorjui)!] jamaxt; vii ha'bm ^alas 'moiclma 
,'?aenjakaoft. unt '19 hab fyi maena 'nicta aen 
'lioxtsaetsjajsnk jakaoft. 

e.i ist Jpa'tsi:.in jagarji) [Jpa'tsiMn jaritn: 
e.i hat (ae)na 'bo'tfart jamaxt]. — komm zi 
'mit (ae)n /tik Jpa'tsiun ? vii voki rm di 
'/tat ge*n. 

hoTt(a) 'fry: var ic bae aen paT ba'kantn. 
hoYt(a) nax'mitax vil 19 tsu hsm fon'taina 
ge"n [rn ba'zuixnj. — bita ba'zuixn zi mic 
dox ma'l. — e.i f.i'ke.Mt mit 'niimant. 

50. vo ,kDmt man yb.i dan 'bax? — 'kan 
man dort 'ge:n ['vaeti]'? — bita ,komm zi 
'hi:.i dirc, dort 'ge:ts ni9t hi,naos [^aos]. — 'bita 
[bita 'gern zi nu.i]. naen 'bita [,'PeMst 'zi:]. — 
19 ge* tsum 'bu:xh$ndl.i ; ^abm zi (?£t]vas 
tsu ba'Jtshi? ,d(r kamt di '(p)teMdaba'n [di 
e'kktri Ja], 'Jnsl hi'naen ['raen]! 

,volu zi lilae9t aenn '9aognbhk ,vai'tn? 
19 vil blo"s Jnsl i'naofge'n ['raofge'n] unt mi.i 



— 0(3 — 

meinen Überzieher [Mantel] anziehen. — Wie er 
aus dem Omnibus gestiegen [ — gesprungen] ist, 
(da) hat er sich den Paletot zerrissen. — Setzen 
Sie sich, bitte, dorthin : und du, August, kommst 
hier neben mich. — Wollen Sie vielleicht ein 
Stückchen weiter zurück- [ — vorjrücken? — 
Wenn die Herren so gut sind und ein Stück 
hinrücken [weiterrücken], dann ist noch Platz 
für dich, Marua ; steig schnell ein, es geht gleich 
ab. — Ach, bitte, rücken Sie doch ein bifschen 
nach rechts ; mir ist das Tischbein im Wege. — 
Ich werde etwas näher ans Feuer rücken [ — etwas , 
weiter abrücken vom Feuer]. 

51. Wirf ^) mir, bitte, mal meine Handschuhe 
aus dem Fenster herunter. Ach, du fängst sie ja 
doch nicht. Wirf nur ruhig ! Na, da hast du's 
[ich wufste es doch] ! — Ich werde dir einen 
Apfel hinunterwerfen; du kannst ihn mit der 
Mütze auffangen. — Schaffen [tragen] Sie mir 
meinen Koffer hinauf [ — herunter]. — Wollen 
Sie mir, bitte, das Salz reichen? — Geben Sie 
mir das Buch ; ich stecke mir's in die Tasche. — 
Bitte, geben Sie ihm die Karte (hier). — Sie 
wissen doch, Hunde darf man nicht mit her- 
bringen. — Bringen Sie mir noch eine Gabel. — 
Müssen wir (et)was zu essen mitnehmen? Nein, 
wir kommen bei einigen Gasthäusern vorbei. — 
Setzen Sie doch die Lampe aufs Klavier [aufs 



61. ^) Statt werfen in der gewöhnlichen (nordd.) 



— 97 — 

maenn 'PyibJtsiu ['mantl] ,9antsi'n. — vi" e.i 
cios dam 'Pomnibus J8jti:jn [— J9jprüi)n] ist, 
(da) ,hat eJ zic dn 'paloto* ts»,risn. — ,zstsn 
zi ZIC bita 'd3rt(h)in; unt 'du: ,'?aogust, komst 
hii 'neibm mic. — 'voln zi filaect (ae)n 
'Jtykcn vaet.i tsu'ryk [ — Toi.iJrYki). — 
ven di ,h.tm zo ,gu:t zint unt aen JtYk 
'hinrYkij [Vaetaryki)] , dan ist nox 'plats 
fyr die nia,ma:; Jtaej Jnsl '"Paen, (£)s ge't /jlaec 
'9ap. — ax ,bita ryki) zi dox (ae)n biscn 
nax rects; mia ist das 'tijbaen im ,ve:j(8). — 
19 ,ve"rd "Petvas ,ngeM ans 'fou ryki) [ — ^etvas 
vaeti 'Paprvkij fom ,fov.i]. 

51. 'virf mi.i bita ,ma*l maena 'hantju'9 
aos dam /enst.i (hsjrunt.i. '9ax, du /sijst zi ja 
'dox ni9t, Virf nuM ,ru:ic! 'na, da 'hast du's 
[ic 'vüst 9s dax] ! — ic veid dia (aen)n 
'•.^apfl ,runt.iv3rfn ; dn kanst i'n mit de.i 
'mytsa ,'?aoffar)g. — 'Jafn ['traign] zi mi.i 
maenn 'kofi hmaof [— hsrünti]. — ,voln 
zi mi.i bita das 'zalts raecn? — 'gerbm zi 
miu das ,bu:x; ic Jtsk mi.is in di 'taja. — 
bito 'ge:bm zi im di 'karta (hi.i). — zi 
'visn dax , 'hünda darf man nict mit 'lieu- 
brii]i]. — brii]!) zi mi.i nox aena 'ga:bl. — 
mysn vLi ('?st)vas tsu 'Vssn mitne'mm ? 'naen, 
vi.i kämm bae aenijn 'gasthoyz.in fo.ibae. — 
'zstsn zi dox di ,lampa aofs kla'viii [aofs 



Umo;ai)gssprache sehr üblich schm"ifsen. 
Mo vor, Deutsclie Gespräche. 



— 98 — 

Pianino , auf den Flügel] , hier kann sie noch 
einer umwerfen. — Marie , da , dein Hut 
liegt unten [auf der Erde]; hebe ihn mal auf! 
und dann, lafs dein Spielzeug nicht überall herum- 
liegen. — Nehmt doch mal die Sachen hier vom 
Tische; sie sind mir im Wege, — Das ist un- 
angenehm [genant]. — Geht doch weg dort; ihr 
seid mir im Licht. Geht mir aus dem Licht. — 
Macht Platz! 

52. Kennen Sie den Grund [Wissen Sie 
warum] ? — Er ärgert sich ohne Ursache. — Er 
ist wütend; er hat auch Grmid dazu. 

Wer ist daran Schuld? Ich kann nicht(s) 
dafür. Das ist Ihre Schuld. 

Schrauben Sie die Lampe herunter ! Warum 
denn? sie raucht ja nicht. — Warum haben Sie 
mich denn nicht abgeholt? Ja, ich hörte, das 
Konzert wäre aufgeschoben. — Da Sie so viel 
von der Sache wissen, wird's wohl am besten 
sein, wenn ich Ihnen auch noch das Übrige 
erzähle. — Warum [Was] fragen Sie mich erst 
danach? Sie wissen's ja. — Du hast gewifs 
Hunger? Ach nein,ichnabe eben erst gegessen. — 
Darum hat er seine Versprechungen nicht ge- 
halten. — Deshalb hat er seinen Diener fort- 
geschickt. — AVozu soll man sich denn ärgern? — 
Hans, borg mir mal dein Messer, bitte. Wozu? 
Ich will mir den Bleistift [*die Bleifeder, *den 
Blei] spitzen. — Nun, wo geht die Reise hin? — 
Er hat sein Ziel erreicht. 



— 99 — 

pia'nimo', aof dan 'flyijalj , 'hi:.! kan zi nox 
aen.i '9umv3rfn. — ma'ri: , 'da: , daen 'hu:t 
li'9t ,9untn [aof deJ ,9e:.ida] ; ,he*b i"n mal 'Vaof ! 
unt 'dan, las daen 'Jpi'ltsoYc iiict '^yb.i'?al(li£)'rum- 
li'jn. — ,ne'mt dox ma'l di 'zaxn hiM fom 
,tij; zi zint mi.i im 've:j. — das ist '9un- 
anjane'm [ja'nant]. — ge"t dox 'vcc dort; 9i.i 
,zaet mi.i (i)m 'lict. ,cje*t mi.i aos dam. lict. — 
maxt 'plats ! 

52. ,ksnn zi dan 'grünt [,visn zi 
va'rum] ? — e.i '9srj.it zic Vo'na '"PuMzaxa. — eJ 
(i)st 'vy:tnt; e.i ,hat aox 'grünt datsui. 

'vei.i (i)st dran 'Jult? '9ic kan nicts 
da'fyM. das (i)st '9i:ra Jult. 

Jraobm zi di 'lampa (hsjrunt.i ! va'rum 
dsn? zi 'raoxt ja nict. — varum ,lia'bm zi 
mic den ni9t 'Vapjaho'lt? ja ic 'li0:ita, das 
kon,tscrt vsera [v£e.i] 'Vaofjajo'bm. — da zi 'zoifi'l 
fon deJ zaxa visn, virts vol das 'besta 
zaen, vsn ic i'nn aox nOx das '9y;brija 
•itsae'Ua). — varum [vas] 'fraign zi mic "Peust 
danax? zi Visns ja. — du hast javis 'hugj. 
?ax 'naen, ic lia'b(a) 'Ve:bm 9eMst ja'gssn. — 
,da'rum hat e.i zaena f.ijprscuiji) nict ja- 
'haltn. — ,d£shalp hat eJ zaenn di'na 'fort- 
jejikt. — 'vo'tsu* zol man zic dsn '^srj.m? — 
'hans, 'borj mLi ma'l daen 'mss.i bita. vo'tsu: i* 
19 vil mi.i d(a)n 'blaejtift [*di 'blaefe'dj, *dn 
'blae] Jpitsn. — 'nu:n, vo ge't di raeza 'hin? — 
e.i hat zaen tsi'l .i'rae9t. 



— 100 — 

53. Sie brauchen durchaus nicht zu «jehen; 
wenn Sie etwas nötig haben, (so) brauchen Sie 
es nur Johann zu sagen. — Ich mufs absolut 
nach Hause ; sie erwarten mich zu Tisch. — 
Ich mufs augenblickhch abreisen. Ich brauche 
nur einen Koffer und etwas "Wäsche ; und dann 
ist der Zylinder ^) unumgänglich notwendig-, ohne 
den geht's nicht. — Sie haben keine Lust ? — 
na, dann werden Sie müssen, ob Sie wollen 
oder nicht. — Wenn Sie's sagen, (da) mufs man 
es schon glauben. — Sie brauchen nicht hin- 
zugehen. — Wenn man mit solchen Leuten zu 
tun hat, da mufs man sich vorsehen. — 
Verpflichten Sie sich ja zu nichts ! — Wenn er 
nach Paris fährt, mufs er notwendig hier durch. 

Es versteht sich von selbst, dafs Sie uns 
begleiten. — Es ward ihm sicher nicht recht sem, 
aber das ist ganz gleichgühig. — Selbstverständ- 
lich. — Er wird ganz bestimmt wieder her- 
kommen. — Das ist selbstverständlich. — Das 
ist sonnenklar-). 

54. Wie ich ihn sah, konnte ich mich nicht 
halten ; ich mufste lachen ; jedenfalls hätte er's 
an meiner Stelle gerade so gemacht ; aber er ist 
ganz wütend geworden. Sie kennen ihn besser 
als ich ; ob er sich wird versöhnen lassen ? Ja, 
vielleicht; ich will (für mein Teil) mein mög- 

53. ') Das Tragen von Zylindern (scherzhaft 
Angströhrc) ist in Deutschland bei weitem nicht so 
nblich wie in England oder in Schweden. 



— 101 — 

53. zi braoxn durc'"?aos nict tsu 'ge:n: 
Vcii zi stvas 'n0:tic habm, (zo) ,braoxii zi s 
nuj jo'han tsu za:gn. — ic mus "Papzo'luit 
nax 'haoz9-, zi a,vartn 11119 ^^^ '^'J- — 
IC mus '9aognbliklic ''Papraezn. ic ,braox(8) 
nu.i aenn 'kof.i unt stvas 'vsje ; unt dan 
ist de.i tsi'lind.i 'funumcjsijlic 'noitvsndic ; '"Poina 
de'n 'ge:ts mct. — zi hü'bm kaena 'lust? — 
'na, dan veMdn zi 'mYsn, op zi 'voln 
odi 'nict. — vsn zi's 'zü:gn, (dü'J ,mus mau 
(£)s Jon 'glaobm. — zi 'braoxn nict 'hm- 
tsuge'n. — vsn man mit 'zalcn lOYtn tsu 
tu*n hat, da ,mus man zic 'fo:.ize"n. — 
£i,(p)flictn zi ZIC 'ja: tsu 'nicts! vsn e.i nax 
pa'ri:s faeMt, mus eJ. ,no:tv£ndic hi'.i 'durc. 

ES £ijte"t ZIC f3n 'zslpst, das zi uns 
ba'glaetn. — es vjrt i'm ,zic.T nict 'rect zaen, 
aba das ist gants 'glaecgvltic. — ^zslpstfa'/tsnt- 
I19. — e.i virt gants bä'Jtimt vi'd.i 'heM- 
kamm. — das ist 'zslpstfajtsntlic. — das ist 
'zonn'klair. 

54, ,vi: IC i'n 'za: , 'kont ic mic nict 
'haltn; IC musta 'laxn; Je'dnfals list e.is 
an ,maen.i Jtsls 'graida zo' jamaxt; ab.i e.i (i)st 
gants 'vj"tnt javordn. ,zi' ksnn i*n ,biS.i 
als 'ic; ,9op e.i zic virt f.i'zöinn lasn? 'ja:, 
fi'laect; 19 vil (fy.i 'maen tael) maen 'mö:9- 



^) Scherzhaft auch: das ist klar wie Tinte, wie 
Kloßbrühe. 



— 102 — 

lichstes tun, Sie können sich da auf mich ver- 
lassen. — Er wollte nach Amerika (gehen), aber 
es ist schon möglich, dals er sich die Sache 
anders überlegt hat. Das ist schon möglich. — 
Es ist ganz unmöglich, bei so einem Lärm zu 
rechnen. — Kann ich ein Zimmer nach vorn heraus 
bekommen? Jawohl; kommen Sie gütigst mit. 

55. Bitte, sagen Sie den Vers noch einmal; 
ich habe ihn noch nicht behalten. — Mul's man 
denn alles hundertmal sagen ? — Da liegt eine 
Feder ; da, da liegt noch eine. — Noch einmal ! — 
Na, nochmal; so, nun ist's recht. 

Wie oft kommt die Elektrische vorbei ? Alle 
fünf Minuten. — Ich komme nur selten hier in 
diese Gegend [dieses Viertel]. — Im Sommer 
ist oft Konzert hier. Sie sollten Ihr Fräulein 
Schwester mitbringen. Ja, das habe ich ihr oft 
genug vorgeschlagen, aber sie hat nie gewollt. 
Man weifs manchmal nicht, was man von ihr 
denken soll. — Ich habe mehrfach [verscliiedene- 
mal] versucht, unsere alte (Stutz-)Uhr in Gang 
zu bringen; aber es ist mir nicht gelungen. 

Li der Regel ist er abends in Gesellschaft. — 
Er ist gewohnt, schnell zu gehen. — Das ist er 
so gewohnt [Das macht er immer so]. — Ja, 
freilich, es ist eine grofse Unbequemliclikeit, aber 
schliefslich gewöhnt man sich daran. — "Wieviel 
"Wein ? Wie gewöhnlich. — Wenn man in einer 
fremden Sprache eine gute Aussprache haben 
will, mufs man von vornherein gut aussprechen 



— 103 — 

Ii9st9s 'tum, zi ^kenn zic d(i aof mi9 f.i- 
lasn. — eJ volte nax a'meirika (ge'n), üba 
(£)s (i)s(t) Jo'n 'm0:cli9, das ei zic di zax8 
'9and.is Pybj^eict hat. 'das (i)st Jo'n '1110:9119. — 
£S (i)st,gants un'm0:9li9, bae ,zo* aenom 'Isrm tsu 
'rscnn. — kan 19 aen ,tsim.i nax 'farn lisraos 
bakomin? ja'vo:l: ^komm zi gyti9st 'mit. 

55. bita ,za:gii zi dan fsrs ndx '^aenma'l; 
19 liQ'b i'D nox ni9t ba'haltn. — ,m.is man 
dsn "Palas 'hunditma*! zü.'gn. — da ,li"ct (ae)n8 
'feid.i; 'da, da li*9t 'nDx aena. — nox '"^aenmai! — 
na 'nDxma'l ; 'zo:, 'nu*n is s 'rs9t, 

vi '?Dft komt di ^e'lektri/e foJ,bae ? '"Pal ) 
finf mi'nuitn. — 19 ki)m(a) nua 'zsltn liiM (i)n 
diza ,ge:jnt [di'(z9)s ,firtl]. — im 'zom.i 
ist oft kon'tssrt ki'J. zi zoltn iM l'roylaen 
'JvcstJ mitbrir)!]. ,.jü:, das ha'b 19 iM oft 
ja'nuix fojjajlü'gn, abi zi hat ni' ja'volt. 
man 'vaes man9mal ni9t, ,vas man fon i*i 
'dsgkr) zol. — 19 ha'b 'mer.ifax [fr'Jirdna- 
mül] f.i,zu"xt. unsra 9alta (JtL'tsj9uM in 'gai) 
tsu briiji) ; übj (£)s ,ist mi.i nict ja'luiji], 

in de.i 're:jl ist e.i ,9a:bmts in ja'zsljaft. — 
ei ist ja,vo:nt, 'jml tsu ge'n. — 'das ist eJ 
zo ja'voint ['das maxt eJ 'Pim.i zo:]. — ja 
'fi"aeli9, (b)s ist (ae)na gro'sa '9ünb8kve"mli9kaet, 
ab.i Jh'sb9 ja'v0:nt man ZI9 d(airan. — vi'fi*] 
'vaen? vi" ja'v0:nh9. — vsn man m aen.i 
frarndn Jpra:xa aene gu'ta 'Paosjpra'xa hübm 
vil, mus man fon 'fomhsraen 'gu:t 9aosJprscn 



— 104 — 

lernen; hat man sich erst einmal Falsches an- 
oewöhnt, dann wird man's schwer wieder los. 

56. Der geizig? das ist der erste, wenn's 
heifst r/r&m / Ich wäre der letzte, der das leugnen 
möchte. 

Er bringt nichts zu Ende, was er anfängt. — 
Jedesmal lacht sie erst, und schliefslich weint 
sie. — Da geht's wieder los! 

Erschriebweiter, ohne die Augenaufzuheben. 
— "Wenn's so weiter regnet, werden wir hübsch 
[schön] nafs werden. 

Halt, es ist genug! — Genug, genug! — 
Nun ist es genug gelesen. — Brechen wir ab 
[Wollen (wir) nicht mehr davon reden]. ~ Man 
hat kaum Zeit, seine Tasse auszutrinken. — 
Erzähle deine Geschichte zu Ende. — Ihr habt 
mich (ja) nicht ausreden lassen. — Haben Sie 
ausgelesen? Wenn Sie mit der Zeitung fertig 
sind, dann, bitte, geben Sie sie mii\ — Ich bin 
fertig! — So, das wäre fertig! 



— 105 — 

kmii; ,hat man zic "PeMst 'Paenmal faljas '9an- 
javö'nt, dan virt mans 'Jve'-i vi'd.i 'lo:s. 

56. 'der.i 'gaetsi9? ,das ist de.i 'Pei.ista, vsns 
haest 'ge:bm! ,ic vasT de.i 'ktsta, de.i das loYcnn 
me9t8. 

eJ brii)t 'nicts tsii '^snda, vas eJ ,'Panf£i)t. — 
Je'dasmal laxt zi eust unt ,Jli'slic 'vaent 
zi'. — da' ge"ts 'vi:d.i lo's. 

e.i Jrrp Vaeti, ,9o*n8 di 9aogn 'Paoftsuhe'bm. 
— vsns zo 'vaet.i re*,jn(8)t, ve.idn via 'tiTpJ 
['j0:n] 'nas ve'adn. 

'halt, (£)s ist ja'nuix! — J8nu:x, ja'nuix! — 
,nu'ii is(t)s ja'nuix jale'zn. — ,br£cn vi.i '9ap 
[,voln (vi.i) nict vaetj dafon 're:dii]. — man 
hat kaom 'tsaet, zaena 'tasa 9aostsutrii)ki). — 
J,ts8ei daena jajicto tsu '9£nd(a) ! — h ha'pt 
mic ja nict 'Paosre'dn lasn. — ha"bm zi 
'^aosjale'zn? ,v£n zi mit de.i tsaetui) 'förtic 
zint, dan ,bita ge'bm zi zi 'miu. — 19 bm 
f£rti9! — 'zo:, das vsera [vaB.i] 'krtic! 



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Altenburg. 

Fierevsche Hot buchdruckerei 

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VERLAG VON O. R. REISLAND IN LEIPZIG. 



Grundzüge der deutschen Literatur- 

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^CM.IHLIIIC. gebrauch von Oberstudienrat Dr. Gottlob 
EgeUiaaf, Rektor des Karls -Gymnasium zu Stuttgart. 21. und 
22. Auflage. 1913. 13'/'4 Bogen. Mit Zeittafel und Register. 
Gebunden M. 2.40. 

Eingeführt an Gymnasien, Realschulen, höheren Töchter- und 
Bürgerschulen, theologischen und Lehrer -Seminaren Württem- 
bergs, Badens, Bayerns und vieler norddeutschen Städte ; im Aus- 
land in der Schweiz, in mehreren Städten Rußlands und der 
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Deutsche Lyrik des 19. Jahrhunderts. 

Auswahl für die oberen Klassen höherer Lehranstalten, heraus- 
gegeben von Dr. M. Consbruch und Prof. Fr. Klincksieck, Ober- 
lehrern am Stadtgymnasium, Halle. Zweite Auflage. 1909. 
20 Bogen. Gebunden M. 2.—. 



Deutsch-Englisch, ffn "ilfsb^ch für Deutsche zur 

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Anwendung der englischen Sprache. Von Dr. R. Rampendahl 
A. K. C. Dreisehnte, gänzlich imigcarheitete Auflage von Burck- 
hardt, Der kleine Engländer. 1901.^ 10^4 Bog. M. 1.—, geb. M. 1.80. 

Englische Lautlehre "^l^;^^:^^^, 

vermehrte Auflage. 1912. 10 Bogen gr. S". M. 3.—, geb. M. 3.50. 



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SnrJlOhC ^^^ Schulen und zum Selbstunterricht. Von Dr. 

I August Western. Vierte, verbesserte Auflage. 1910. 

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Grammatisch -stilistisches Wörterbuch 
der deutschen Sprach e. wesseiy^"iv.^r""(/' 

läge. 1911. 13 Bogen 8". Gebunden~M. 2.—. 

Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel & Co. in Altenburg S.-A. 



VERLAG VON O. R. REISLAND IN LEIPZIG. 



Die praktische Spracherlernungf f n^T"* 

! \ 2 der Psycho- 
logie lind der Physioloi^ic der Sprache dargestellt von Felix 
Franke, \ierte Ati/ln^^e, bevorwortet von Otto Jespersen. 1908. 
43 Seiten 8". M. —.60. 

Phrases de tous les iours. Diaiogues ioumaiiers 

f avec transcription 

phonetique. Par Felix Franke. Dixieme edition. 1912. 60 Seiten 
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Ergänzungsheft zu "Phrases de tous les jours . Von 
Felix Franke. Siebente Auflage. 1910. 56 Seiten 8". M. —.80, 
kart. M. 1.—. 

SpOken English. Everyday talk with phonetic trans- 

I o cription. By E. T. True, French and 

German Master, Harris Academy, Diindee, and Otto Jespersen, 
Ph. D. , Professor at the University of Kopenhagen. Eighih 
edition. 1913. IV und tO Seiten 8^ M. —.80, kart. M. 1.— 
(Englische Übersetzung und Bearbeitung von Franke, Phrases de 
tous les jours, englischer Text mit phonetischer Umschreibung.) 
Ergänzungsheft zu »Spoken English«. Von Otto Jespersen- 
Dritte Auflage. 1910. 474 Bogen 8». M. —.80, kart. M. 1.—. 

Le Francais parle, ^«■''^e^"'« «^^oisis ä rusage des 

± 1 etrangers avec la prononciation 

tiguree par Paul Passy. Septieme edition. 1914. Vlll, 121 Seiten 
8". Kart. M. 2.-. 

Abrege de Prononciation franqaise^f °;^; 

Orthoepie) avec un glossaire des mots contenus dans le 'Frangais 
parle' par Paul Passy. Quatrieme edition. 1913. 3'/2 Bogen 8°. 
Kart. M. 1.—. 



^Les lüttes te rendront fort». ^^IJ^' 

Novelle zur Einführung in die Umgangssprache und die 
Lebensverhältnisse des französischen Volkes. Von Emile Mahon. 
Herausgegeben und mit Anmerkungen in französischer Sprache 
versehen von Dr. E. Hofmann, Professor an der Annenschule 
(Realgymnasium), zu Dresden-Altstadt. Z'd^cite, verbesserte Auf- 
lage. 1913. Mit Plan von Paris, geb. M. 1.50. Ohne Plan, geb. 
M. 1.20. — Wörterbuch dazu M. —.50. 






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VERLAG VON O. R. REISLAND IN LEIPZIG. 

Sammlung moderner Lesestoffe 

für die englische und französische Schullektüre 

zur EIntütirung in dlellnigangssprache u. die Lebensverhältnisse des Volkes. 

Alle Bändeben fanden Autnabme in den englischen 
•:■ bxw. franxösiscben Lektürekaaon von 1902. •:• 

In fhf» Sfriny<ylp nf I ifp ^^" Lesestoff zur Einführung 
ili IIIC JirU^^IC Ui LilC. i„ die Lebensverhältnisse und 

die Umgangssprache des englischen Volkes. Von C. Massey. Für 
den Schulgebrauch bearbeitet von Dr. Albert Harnisch, Direktor des 
Reform-Realgymnasiums in Kiel. Mit einem Anhang: Englisches 
Leben, Bemerkungen über Land and Leute und einem Plan von 
London. Zwölfte, verbesserte Auflage. 1914. 9 Bogen 8'^. Geb. 
M. 1.50. — Wörterbuch dazu M. —.40. 

«Les luttes te rendront fort^. ^'^JeueTuf S'' 

führung in die Umgangssprache und die Lebensverhältnisse des fran- 
zösischen Volkes. Von Emile Mahon. Herausgegeben und mit An- 
merkungen in französischer Sprache versehen von Dr. E, Hofmann, 
Professor an der Annenschule (Realgymnasium) zu Dresden-Altstadt. 
Zweite verbesserte Auflage. 1913. Mit Plan von Paris, geb. M. 1.50. 
Ohne Plan, geb. M. 1.20. — Wörterbuch dazu M. —.50. 

flnH cnvP illP OllPPtl ^"'" '•'« ^""ste Schullektüre ge- 

uoq save ine ygueen. schrieben von c. Massey und 

herausgegeben von Dr. L Fries. Mit Plan von London. Vierte 
Auflage. 9 Bogen. Geb. M. 1.60. Ohne Plan, geb. M. 1.20. — 
Wörterbuch dazu M. —.40. 

Innre H*PnrPllVP ^'" Lesestoff zur Einführung in die Um- 
juuia ucpicuvc gangssprache und in die Lebensverhältnisse 
des französischen Volkes. Unter Mitwirkung von Marcel Hubert, 
Difecteur de l'Ecole Fenelon ä Paris, geschrieben von A. Brunnemann. 
Mit Plan von Paris. Fünfte Auflage. 1911. 10 Bogen. Geb. M. 1.60, 
Ohne Plan, geb. M. 1.20 — Wörterbuch dazu M. —.40. 

I PC firanrllHlPt* ^'"^ Novelle in Gesprächsform zur Ein- 
l^ca UiailUlUiCI. f^hrung in die Umgangssprache und in die 
Lebensverhältnisse des französischen Volkes. Von A. Brunnemann 
und Dr. E. Hofmann. Mit Plan von Paris. Fünfte Auflage. 1914. 
88/4 Bogen. Geb. M. 1.60. Ohne Plan M. 1.20. Wörterbuch dazu 
M. — .40. (Ein Seitenstück zu Masseys „Struggle"!) 

BV~ Die Bände dieser Sammlung sind keine Abdrucke von, obne den Zweck 
Im Auge zu baben. Im Auslande vertagten Werken, sondern besonders für 
die Lebr zwecke geschrieben resp. frei bearbeitet Die Bearbeitung erstreckt 
sich viel welter, geht viel tiefer als diejenige, welche nur Erklärungen sacb' 
lieber oder formeller Natur bieten, ^ti 

Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel & Co. in Altenburg.